Finanzierung gesichert: EU-Minister finden Kompromiss für EU-Stammzellenforschung
- Embryonaler Stammzellenforschung weiter gefördert
- Österreich kann sich nur teilweise durchsetzen
Beim Streit über embryonaler Stammzellenforschung konnten sich die EU-Forschungsminister - entgegen österreichischen Interessen - doch noch zu einem Kompromiss für die weitere Finanzierung von solchen Forschungsprojekten mit EU-Geldern einigen. Gelungen ist dies am Montag mit einer Erklärung der EU-Kommission, mit der klargestellt würde, dass es keine Förderung für die Zerstörung menschlicher Embryonen geben soll, aber Projekte mit embryonalen Stammzellen weiter mit EU-Mitteln finanziert werden könnten.
Zuvor hatte eine Gruppe von acht Ländern mit Sperrminorität, darunter Deutschland, Österreich, Italien und Polen, ein Verbot solcher Projekte im rund 54 Mrd. Euro schweren 7. Forschungsrahmenprogramm für 2007 bis 2013 verankert. Mit der Erklärung der EU-Kommission rückten unter anderem Deutschland und Italien von ihrer harten Haltung ab und machten so eine Mehrheitsentscheidung für den Kompromiss der finnischen Präsidentschaft möglich. Damit ist - wie schon im 6. Rahmenprogramm - unter strengen Bedingungen die Förderung von Projekten mit embryonalen Stammzellen möglich. (apa/red)
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