Quallenplage an Italiens Stränden: Zu warmes Wasser als Ursache der Invasion
- Alarm in Ligurien, auf Sardinien und auf Sizilien
·Bereits zahlreiche Hitze-Tote in Europa
Auch Kalifornien hat erste
Hitze-Opfer zu beklagen
·Hitze: Österreich muss weiter schwitzen
Zur Abkühlung gibt's aber
diese Woche Gewitter
·Hitze-Notstand: New York schwitzt bei 38°C
BILDER: Im "Big Apple" herrscht Lebensgefahr
·So wird das Wetter!
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·Hitzewelle: Schon 20 Tote in Frankreich!
Opfer auch in Spanien und Italien. Plus: BILDER!
·Stadt Wien verhängt Rauch- & Grillverbot!
Wegen Waldbrand-Gefahr
kein offenes Feuer erlaubt
·Wenn das Mittelmeer über die Alpen kommt
Globale Klimaströmungen
sorgen für Traumwetter
·Affenhitze auch im Tiergarten Schönbrunn
Eis-Schlecker und Klima- anlagen für Eisbären & Co
·Sonnenbrillen ohne UV-Schutz schädlich
Strahlung dringt ver- mehrt in das Auge ein
Eine Quallen- und Insekteninvasion plagt Badende in mehreren italienischen Regionen. In Ligurien und der Toskana sowie auf Sardinien und Sizilien sind Hunderttausende Quallen an die Strände gespült worden. Wie italienische Medien berichteten, wurden Quallen des Typs Rizostoma Pulmo tonnenweise an der Küste zwischen Viareggio und Forte die Marmi angeschwemmt.
Zahlreiche Strände färbten sich durch die Masse von Quallen violett. Die lokalen Behörden mobilisierten alle verfügbaren Kräfte, um die übel riechenden Überbleibsel mit Rechen und Schaufeln abzutragen.
Meeresbiologen sagten, man könne sich die ungewöhnliche Plage mit den hohen Wassertemperaturen der vergangenen Tage erklären. An den Küsten wurden durchschnittliche Temperaturen an der Wasseroberfläche von rund 28 Grad gemessen.
Die Qualleninvasion, die Anfang Juni begonnen hat, ist wegen der anhaltenden Hitzewelle verstärkt worden. Die Heimsuchung könnte noch einige Tage anhalten, da sich im Meer noch große Mengen dieser Lebewesen befinden.
Die örtlichen Behörden fürchteten Einbrüche im Tourismus, falls es nicht gelingt, das Phänomen unter Kontrolle zu bringen. Dutzende Kinder mussten wegen Quallenkontakten schon ärztlich behandelt werden.
Auch Insekten quälen die Badenden an der römischen Küste. Kleine Mücken des Typs Orius niger haben mit ihren Stichen bei vielen Touristen eine Dermatitis ausgelöst. "Diese Insekten findet man normalerweise im Landesinneren, sie sind aber dieses Jahr an die Küste emigriert", berichteten Experten. Vor allem in der renommierten Badeortschaft Fregene nördlich von Rom kämpften Urlauber gegen Scharen dieser Insekten.
Vor der thyrrenischen Küste zwischen Rom und der Toskana sind größere Algenteppiche gesichtet worden, die die Tourismusorganisationen zutiefst beunruhigen. Betroffen seien vor allem die bekannten Badestrände von Focene und Santa Marinella, meldeten italienische Medien. Zwei Kilometer Strand unweit des Ferienorts Fregene bei Rom wurden gesperrt. Die Behörden warten auf die Kontrollen der Experten.
Badenden drohen Hautreizungen. Eine der Ursachen für das Algenwachstum seien die hohen Wassertemperaturen an der Meeresoberfläche, die fünf Grad über dem Durchschnitt liegen. Ökologen machen zudem die Umweltverschmutzung verantwortlich.
Italien stöhnt weiterhin unter einer Hitzewelle, die die Temperaturen auf 40 Grad getrieben hat. Allein in Rom mussten Krankenwagen und Ärzte diese Woche hunderte Male ausrücken, um vor allem älteren Menschen Hilfe zu leisten. Zahlreiche Senioren hätten Kreislaufzusammenbrüche und Ohnmachtsanfälle erlitten.
Besonders die seit fast zehn Tagen andauernd hohe Luftfeuchtigkeit macht den Menschen zu schaffen. Das Thermometer zeigt in den meisten Städten Italiens Temperaturen, die vier bis fünf Grad über dem Normalwert für die Jahreszeit liegen. Die Hitze soll mindestens noch bis kommende Woche anhalten, sagten Meteorologen. Das Gesundheitsministerium appelliert via Radio und Fernsehen an Pensionisten, die heißesten Stunden des Tages in kühlen Räumen zu verbringen.
(apa)
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