Wer am 1. Oktober nicht zuhause ist: Ab sofort können Wahlkarten beantragt werden
- Im Ausland kann schon vor Wahltag gewählt werden
- Muss in Heimatgemeinde beantragt werden
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Ab sofort können für die Nationalratswahl am 1. Oktober Wahlkarten beantragt werden - da die Nationalratswahl bereits im Bundesgesetzblatt ausgeschrieben worden ist. Eine Wahlkarte braucht, wer seine Stimme nicht in seinem Wahllokal am Wohnort abgeben kann, weil er sich anderswo im Inland oder im Ausland befindet.
Wer die Wahlkarte zeitgerecht beantragt, bekommt sie knapp drei Wochen vor der Wahl zugesandt. Letzter Termin für Anträge ist der 28. September - wobei dann freilich nur noch die persönliche Abholung am Gemeindeamt in Frage kommt.
Vom Ausland aus schon vor 1. Oktober wählen
Auslands-Österreicher bzw. ins Ausland Reisende können ihre Stimme schon vor dem 1. Oktober abgeben. Sobald die Grenze überschritten ist, darf man die Wahlkarte sofort nach Österreich schicken. In einen österreichischen Briefkasten darf man die Wahlkarte aber nicht werfen, weil Briefwahl in Österreich verboten ist.
In Österreich kann auch mit der Wahlkarte nur in einem Wahllokal und daher erst am 1. Oktober gewählt werden - entweder in einem Wahllokal für Wahlkartenwähler bzw. vor einer "besonderen Wahlbehörde" (im Spital, zu Hause). Ist jemand geh- oder transportunfähig oder bettlägerig, muss er dies gleichzeitig mit dem Antrag auf die Wahlkarte bekannt geben, damit er am Wahltag von einer "besonderen Wahlbehörde" aufgesucht wird.
Beantragt werden muss die Wahlkarte bei der Gemeinde, in deren Wählerevidenz der Wahlberechtigte aufscheint. Der Antrag kann mündlich oder schriftlich - in einigen Gemeinden auch per E-Mail oder Internet-Maske - bzw. im Ausland über die Vertretungsbehörde gestellt werden.
Bei der letzten Wahl im Jahr 2002 haben die Wahlkarten-Stimmen ein Mandat von der FPÖ zu den Grünen verschoben. 221.584 Wähler bedienten sich der Wahlkarte, das waren 3,75 Prozent der Wahlberechtigten. Ausgestellt wurden wesentlich mehr Wahlkarten, nämlich 381.186 bzw. 6,45 Prozent der Wahlberechtigten (27.469 davon gingen ins Ausland) - wobei freilich die im Wohn-Wahlkreis abgegebenen Wahlkarten schon am Wahlabend mit ausgezählt werden.
(APA/red)
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