Westenthaler präsentiert: Gastinger wird BZÖ-Spitzenkandidatin in der Steiermark
- BZÖ-Chef rechnet mit 5 bis 7 Prozent bei NR-Wahl
- Wahlziel: "Rot-Grün oder Schwarz-Grün verhindern"
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BZÖ-Obmann Peter Westenthaler hat in einer Fernsehsendung Justizminister Karin Gastinger als Spitzenkandidatin seiner Partei für die Steiermark präsentiert. Gastinger ist ja erst vor wenigen Tagen Mutter geworden. Westenthaler bestritt Umfragen, wonach das BZÖ um den Einzug ins Parlament und dem Erreichen von vier Prozent zittern müsste. Er präsentierte eigene Umfragen, wonach das BZÖ bei fünf bis sieben Prozent liege. Sein Ziel sei, eine linke Regierung - Westenthaler nannte hier rot-grün oder schwarz-grün - zu verhindern.
In Sachen Ausländer wiederholte der BZÖ-Chef und frühere FPÖ-Klubobmann seine Forderung, in einigen Jahren 30 Prozent weniger Ausländer als heute in Österreich zu haben. Neben dem Anliegen, dass Kinderschänder keine Gnade verdienten, verlangte Westenthaler auch eine "Anzeigenpflicht" bei Kindesmissbrauch. "Wer wegschaut, macht sich strafbar". Dass dadurch ein Vernaderungsstaat entstehe, stört ihn nicht. "Ein einziges geschändetes Kind, das leidet, ist mehr wert, als einer, der möglicherweise zu viel überwacht wird".
Laut einer OGM-Umfrage haben sich durch Westenthaler als BZÖ-Spitzenkandidat für 21 Prozent die Chancen der Partei verbessert, für 15 Prozent nicht. 50 Prozent glauben, dass alles gleich geblieben ist. 17 Prozent halten es für gut, wenn das BZÖ wieder der Regierung angehört, 58 Prozent für schlecht. 24 Prozent glauben, dass das BZÖ den Wiedereinzug ins Parlament schafft, 62 Prozent nicht.
Der Statistiker Erich Neuwirth meinte, die vier Prozent-Hürde für das BZÖ könnte erreicht werden, wenn das Bündnis wie früher die FPÖ in Kärnten 23,76 Prozent schaffe und im Rest auf 2,5 Prozent kommt. Sozialministerin Ursula Haubner meinte, das BZÖ raufe nicht ums Überleben. "Die Kapelle auf der Titanic spielt nicht beim BZÖ, sondern bei der FPÖ".
(apa/red)
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