"Von einer Peinlichkeit zur nächsten": BZÖ-Westenthaler attackiert ORF-Führung heftig
- Parteichef fordert "Neuerung an Haupt und Gliedern"
- Sieht dafür auch Mehrheit im Stiftungsrat gegeben
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Das Hick-Hack um die (Nicht-)Einladung der FPÖ zu den TV-Wahlkonfrontationen dürfte beim BZÖ für nachhaltige Verstimmung gesorgt haben. Spitzenkandidat Peter Westenthaler fand gegenüber einer österreichischen Tageszeitung deutliche Worte: "Diese ORF-Führung wankt von einer Peinlichkeit zur nächsten. Der ORF braucht eine wirkliche Neuerung an Haupt und Gliedern."
"Gott sei Dank" gebe es jetzt die Möglichkeit, dass die Stiftungsräte das erkennen. "Mein Eindruck ist, dass sie erkennen, dass der ORF personelle und strukturelle Reformen braucht", so Westenthaler im "Kurier". Dieser Befund schließe "selbstverständlich" ORF-Generaldirektorin Monika Lindner mit ein. Mit den BZÖ-nahen Stiftungsräten stehe er im Kontakt. Dabei habe er den Eindruck gewonnen, "dass die Zeichen im ORF auf Veränderungen stehen, und dass es im Stiftungsrat eine Mehrheit für eine wirkliche Neuerung geben kann", erklärte Westenthaler.
Auf einen alternativen Kandidaten für die Wahl zum ORF-Generaldirektor am 17. August will sich der BZÖ-Politiker freilich noch nicht festlegen. Es sei noch nicht absehbar, wer sich bewerbe und wie Alternativen aussehen könnten, hieß es im "Kurier".
Änderungsbedarf ortete Westenthaler auch bei der Führung des Bereichs Information: "Da wird eine völlig neue Führung ein völlig neues Konzept auf den Tisch legen müssen." Offen zeigte sich der Politiker auch für eine Novelle des ORF-Gesetzes. "Im Werbebereich war der Gesetzgeber etwas zu rigide", konstatierte er.
(apa/red)
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