Freitag, 28. Juli 2006

Trauriger Rekord: Höchster Ozon-Wert
seit Beginn der Messungen festgestellt

  • 336 Mikrogramm pro m³ in Himberg gemessen
  • PLUS: Hitze-Tipps, BILDER und Wetter-Prognose!

Die Gemeinde Himberg (Bezirk Wien Umgebung) hat einen Rekord aufgestellt. Dort wurde die höchste Ozonkonzentration seit Beginn der gesicherten Aufzeichnungen für Wien und Niederösterreich gemessen. 336 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurden registriert, teilte das Umweltbundesamt Wien der APA mit. Entspannung kehrte aber schon am Nachmittagsstunden ein.

Entsprechende Aufzeichnungen gibt es seit Anfang der 90er Jahre. Die bisherige Höchstmarke datierte vom 31.7.1992, als am Hermannskogel in Wien 326 Mikrogramm gemessen worden waren. Was weitere Spitzenwerte betreffe, gab es umgehend Entwarnung. "Der prognostizierte Wetterumschwung bringt dann auch niedrigere Ozonkonzentrationen", hieß es auf APA-Anfrage. Am morgigen Samstag solle somit "Ruhe einkehren". Bereits um 15.45 Uhr wurde in Himberg, der "Rekordgemeinde", schon wieder eine Ozonkonzentration unter 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft registriert.

Auf die Frage, wie dieser Rekordwert denn zu Stande gekommen sei, hieß es: "Ozonbelastung hat mit dem Antransport von belasteter Luft zu tun. Es kann sein, dass diese bei sehr hohen Temperaturen von Tag zu Tag ansteigt." Hätte man jedenfalls auf dieses Ergebnis gewettet, dann "hätte das eine Wahnsinnsquote ergeben."

Erhöhte Ozonkonzentrationen können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen. Vorsorglich sollten gefährdete Personen - wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens, sowie Asthmakranke - ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden.

Der normale Aufenthalt außerhalb, wie z.B. Spaziergang, Baden oder Picknick, ist auch für gefährdete Personen unbedenklich. Auf Grund der erhöhten Ozonbelastung ersucht die Umweltschutzabteilung, auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu benützen.
(apa/red)

28.7.2006 16:43