Dienstag, 18. Juli 2006

China sei Dank, bald gibt es wieder Rover: MG Rover kommt mit neuem Modell zurück

  • Investitionen ins englische Werk Longbridge geplant
  • Die Monatge erfolgt mit chinesischen Zulieferteilen

Die 2005 Bankrott gegangene britische Automarke MG Rover will unter dem neuen chinesischen Eigentümer Nanjing Automobile Corp. im kommenden Jahr die Produktion in Europa wieder aufnehmen. Dazu wollen die Chinesen in das Werk im englischen Longbridge umgerechnet 14,5 Mio. Euro investieren, wie Nanjing-Präsident Yu Jianwei mitteilte.

Anfang nächsten Jahres solle dann die Montage des MG TF aus Fertigteilen beginnen, die aus China zugeliefert werden. Der Verkauf in Europa soll in der zweiten Jahreshälfte anlaufen. Laut Yu Jianwei wird in Longbridge auch ein Entwicklungszentrum errichtet. "Autofreunde in aller Welt können sicher sein, dass MG, eine der ganz großen Automarken, in unseren Händen sicher aufgehoben ist", sagte er.

Unter chinesischer Flagge
Der chinesische Autohersteller hatte den im April 2005 Bankrott gegangenen Autobauer Rover im Herbst 2005 für mehr als 73 Mio. Euro gekauft. Beim Konkurs hatten zuvor 6.000 Arbeiter ihre Jobs verloren. Zur Zeit arbeiten noch 80 Leute im Werk, Nanjing will nach Bedarf aufstocken.

In den letzten Jahren glücklos
Im Mai 2001 hatte der deutsche Autobauer BMW sein verlustreiches Engagement bei Rover beendet und die Firma für den symbolischen Preis von zehn britischen Pfund an das Phoenix-Konsortium unter Leitung des Ex-Rover-Chefs John Towers verkauft. Towers gelang es nicht, die Marke zum Erfolg zu führen. Rover hatte seit 1998 kein neues Modell mehr auf den Markt gebracht. (APA)

18.7.2006 16:45