Die Mietpreise zeigen wieder nach oben:
Rekord-Vermietung an Wiens Büro-Markt
- Die Nachfrage übersteigt sogar die Flächenproduktion
- Es kommt vermehrt zu Anzeichen für steigende Mieten

·Wien hat billigste Büros Mitteleuropas
Bruttomieten günstiger als in Prag oder Preßburg
·Funktionell, leicht und bunt: Büromöbel...
In diesen Offices macht das Arbeiten richtig Spaß
Am Wiener Büro-Immobilienmarkt wurde im 1. Halbjahr mit 170.000 m2 so viel Bürofläche wie nie zuvor innerhalb von sechs Monaten vermietet. Treibende Kraft ist die gestiegene Nachfrage durch den Dienstleistungssektor, aber auch durch öffentliche Stellen. Die Nachfrage übersteigt die Neuflächen-Produktion und es mehren sich die Anzeichen für steigende Mietpreise.
Die durchschnittlichen Miethöhen ist im 1. Halbjahr mit 11 bis 14 Euro pro m2 und Monat zwar ebenso unverändert geblieben wie die Spitzenmieten mit 18 bis 21 Euro, doch gibt es jetzt in den neuen Verträgen weniger Preis-Bonifikationen wie etwa Mietfreistellungen oder die Übernahme zusätzlicher Ausbaukosten. Für das 3. Quartal erwarten die Experten der Constantia-Privatbank-Tochter Spitzenmieten um 22 Euro, im Durchschnitt 9,5 bis 13 Euro. Im Gesamtbestand von 10,3 Mio. m2 sieht man eine Leerstandsrate von 6,0 Prozent.
Effizienzsteigerung und Standortkonzentration
Weiterhin überwiegen die Umzüge heimischer Unternehmen, bei denen die gesamte Mietfläche annähernd gleich bleibt und deren primärer Zweck Effizienzsteigerung und Standortkonzentration ist. Aber es gibt auch verstärkt Unternehmenserweiterungen. Besonders stark ist die Nachfrage nach Mietflächen in Innenstadt-Randlagen und entlang der "Flughafen-Achse" zwischen dem Zentrum und dem Flughafen.
Knappes Angebot führt zu höheren Preisen
Für Investoren hat sich der Markt im 1. Halbjahr recht erfreulich entwickelt, wobei sich der Trend zu weiter steigenden Preisen in einigen Marktsegmenten fortgesetzt hat. Während die Spitzenrenditen mit 5,4 Prozent stabil geblieben sind, hates Rückgänge bei den Durchschnittsrenditen gegeben. Für voll vermietete Objekte in guten Lagen werden mittlerweile Preise erzielt, die eine Rendite von weniger als 6 Prozent ergeben. Aufgrund des knappen Angebots sind die meisten Investoren bereit, höhere Preise für Projekte in der Planungs- bzw. Bauphase zu bezahlen.
Es wurden 1,1 Mrd. Euro investiert
Das Investitionsvolumen konnte heuer bis Juni das sehr hohe Niveau des 1. Halbjahres 2005 noch übertreffen, so die CPB Immobilientreuhand-Experten. Unter Einbeziehung des Verkaufs der Allianz-Immobilien betrug das Transaktionsvolumen im gewerblichen Bereich heuer rund 870 Mio. Euro nach 760 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gesamte Investmentvolumen in Österreich inklusive Wohnimmobilien habe heuer im 1. Halbjahr bereits die 1,1-Mrd.-Euro-Grenze überschritten.
(apa/red)
