Kinder müssen sich noch mehr bewegen:
Viel Sport senkt das Herz-Kreislauf-Risiko
- Mindestens 90 Minuten Bewegung pro Tag sind nötig
- Bewegung regt den Stoffwechsel der Jugendlichen an

·Fitness-Studios für britische Kids ab fünf
Sportmediziner skeptisch:
Gelenkschäden drohen
·Sonnenschäden bei Kinderaugen häufig
Brillen mit UV-Schutz sind deshalb ein Muss
·Schnuller verhindert plötzlichen Kindstod
Reduktion des Risikos von bis zu 90 Prozent
·London: "Glücklich sein" als Schulfach
Pilotversuch mit Rollen- spielen und Atemübungen
Kinder müssen sich deutlich mehr bewegen als bisher empfohlen, um späteren Herzleiden vorzubeugen. Das hat eine Studie mit 1.732 zufällig ausgewählten Schulkindern im Alter von neun oder 15 Jahren aus Dänemark, Estland und Portugal ergeben.
Die Mediziner um Lars Bo Andersen von der Norwegischen Sporthochschule in Oslo halten 90 Minuten Bewegung pro Tag für nötig, um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu verringern. Bisher liegt die Empfehlung nur bei mindestens 60 Minuten täglich.
Bewegung, Bewegung, Bewegung
"Die gegenwärtigen Richtlinien von mindestens einer Stunde körperlicher Aktivität pro Tag mit mindestens moderater Intensität sind möglicherweise eine Unterschätzung, wenn es darum geht, die Häufung von Risikofaktoren bei jüngeren Kindern zu verhindern", erläuterte Andersen. Die geringsten Risikofaktoren fanden die Forscher bei den Neunjährigen, die sich jeden Tag 116 Minuten moderat bis intensiv bewegten. Bei den 15-Jährigen hatten laut Studie diejenigen das geringste Risiko, die es auf 88 Minuten pro Tag brachten.
Mit Sport gegen Krankheiten
Die Gefahr einer Erkrankung des Herz- und Kreislaufsystems sinkt durch körperliche Aktivität, wie die Mediziner erläuterten. Bewegung sei wichtig für den Stoffwechsel der Kinder und Jugendlichen. Bisherige Studien könnten möglicherweise verzerrte Ergebnisse gebracht haben, da sie auf der subjektiven Erinnerung der Kinder zu ihrer täglichen Bewegung aufbauten und nur einzelne Risiken in Betracht gezogen hätten. Die norwegische Forscher hatten das Gesundheitsrisiko eines jeden Kinds über die Faktoren Blutdruck, Gewicht, Bauchumfang und Insulinresistenz berechnet. Die körperliche Aktivität wurde vier Tage lang mit einem Gerät an der Hüfte der Teilnehmer gemessen.
(apa/red)
