Grasser unter Druck: Die Yacht-Affäre. Sein Yachtausflug mit Flöttl schlägt hohe Wellen
- Wie schädlich ist die Affäre für Schüssels Wahlkampf-Ass? Grasser: Möchte kein fader Politiker sein

·NEWS-Umfrage
Bulle von Tölz: Ist die Neue besser als die Alte?
·"Kurzbesuch war völlig unbedenklich"
Grasser kontert im NEWS Yachtbesuch-Vorwürfen
·NEWS-Umfrage nach Grassers Yacht-Trip
Gute Noten, aber Image hat Kratzer bekommen
·NEWS exklusiv: Fiona über den Yachturlaub
"Haben fast nichts mit Wolfgang Flöttl geredet"
Die Jetset-Grassers im Visier der Paparazzi und der Opposition.
Eigentlich wollte er ja den Juli noch so richtig zum Ausspannen nützen. Einfach auf der Trauminsel Sardinien, mit seiner schillernden Ehefrau Fiona Swarovski und ihren Kindern das italienische Dolce Vita genießen. Im Haus seiner Schwiegermutter, nicht an die Niederungen der heimischen Politik denken müssen, und mit seiner glamourösen Frau in den türkisen Wassern vor der Costa Smeralda entspannt plantschen. Aber eine andere Kurzvisite machte Karl-Heinz Grassers Urlaubsträumen ein jähes Ende. Weil der Finanzminister vor einem Jahr auf Einladung des Bankiers Julius Meinl auf einer Yacht vor der kroatischen Küste mit niemand Geringerem als Wolfgang Flöttl einer der Zentralfiguren im Bawag-Skandal schipperte, musste Grasser den Sardinien-Urlaub abrupt unterbrechen.
Immerhin muss Wolfgang Schüssels Lieblingsminister nun wortreich erklären, warum er diese Reise zunächst tagelang dementiert hatte und sie erst zugab, als es nichts mehr zu leugnen gab. Für die Opposition ist Grassers Verhalten einmal mehr ein Rücktrittsgrund.
Die ÖVP stellt sich hingegen wie ein Mann vor ihren parteifreien Minister, und Grasser selbst versteht im NEWS-Interview die Aufregung nicht: Kann sich ein Minister nicht einmal mehr zum Mittagessen einladen lassen?
In Deutschland freilich führten ähnliche Einladungen zu sofortigen Rücktritten von dortigen Politikern und Bankmanagern. In Österreich hat Grasser wenig zu befürchten.
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