Mittwoch, 19. Juli 2006

Partnerschaft ist gut für die Gesundheit:
Singles erkranken doppelt so oft am Herzen

  • Männer über 50 und Frauen über 60 stark gefährdet

Allein Lebende haben laut einer dänischen Studie ein doppelt so hohes Risiko, schwer am Herzen zu erkranken. Dies geht aus einer Untersuchung der Universitätsklinik Aarhus hervor, für die 138.000 Menschen zwischen 30 und 69 Jahren beobachtet wurden, wie das britische Magazin "New Scientist" (Nr. 2561, S. 23) berichtet. In einem Zeitraum von zwei Jahren diagnostizierten die Mediziner bei 646 der Teilnehmer verschiedene Herzerkrankungen wie beispielsweise Infarkte. Die Wissenschafterin Kirsten Nielsen und ihre Kollegen fanden heraus, dass neben dem Alter das Alleinleben das Herzrisiko am meisten erhöhte.

Im Schnitt hatten die allein Lebenden in der Studie ein doppelt so hohes Risiko für ein Herzleiden wie Menschen, die mit jemanden zusammen wohnten. Besonders gefährdet sind demnach alleinlebende Männer über 50 sowie alleinlebende Frauen über 60 Jahren: Obwohl sie nur rund 13 Prozent der Studienteilnehmer stellten, stammten fast 97 Prozent der Herztodesfälle aus dieser Gruppe.

Die dänischen Forscher haben die Ursachen für das erhöhte Risiko nicht untersucht. Sie gehen aber davon aus, dass Singles möglicherweise seltener zum Arzt gehen und sich weniger gesund ernähren. "Menschen, die allein leben, rauchen wahrscheinlich eher, ernähren sich vermutlich nicht so gut und trinken voraussichtlich mehr Alkohol", sagte Nielsen dem Magazin. Unter Umständen seien sie auch weniger in der Lage, sich auf soziale Kontakte zu stützen.

(apa/red)

19.7.2006 17:12