betandwin-Aktie sackt auf 30 Euro ab: Wertpapiere büßen minus 28 Prozent ein
- Aktie ist nach Gewinnwarnung eingebrochen
- Seit Jahreswechsel zwei Drittel an Wert verloren
Die Aktien des heimischen Internet-Wettanbieters Betandwin setzten ihre Talfahrt ungebremst fort. Die Titel verloren an der Wiener Börse nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens gegenüber dem Vortag fast 30 Prozent und notierten bereits unter 30 Euro. Das ist der tiefste Kurs seit 11. März 2005, als die betandwin zuletzt unter 29 Euro aus dem Handel gingen. Die Handelsumsätze sind sehr hoch.
An der Wiener Börse gebe es keinen mit betandwin vergleichbaren Wert, so ein Aktienhändler. Bei betandwin und anderen Internet-Wettanbietern werde viel Zukunftsfantasie eingepreist. Auch die Analystenmeinungen gingen zu diesem Papier weit auseinander.
Es gebe auch Gerüchte, dass bei dieser Aktie auf Kredit spekuliert wurde. Zudem gebe es zu betwandwin eine Vielzahl an Zertifikaten und ähnlichen Finanzinstrumenten, welche eine Abwärtsbewegung beschleunigen könnten. Mit jedem Handelstag und einem weiteren Abrutschen des Kurses steige jedoch die Möglichkeit einer technischen Gegenbewegung. "Betandwin ist und bleibt ein Zockerpapier", bemerkte ein Marktteilnehmer.
Bereits am Vortag verlor betandwin fast 25 Prozent, und in den beiden vorangegangenen Handelstagen jeweils zwischen 6 und 7 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen somit bereits zwei Drittel seines Börsewertes eingebüßt.
Der Wettanbieter hatte ad hoc bekannt gegeben wegen eines nachteiligen Wettverlaufes während der Fußball-WM ein signifikant negatives EBITDA im zweiten Quartal zu erwarten. Gleichzeitig wurde von der Stadt München eine Unterlassungsverfügung erlassen, wonach TSV 1860 München nicht mehr mit den "bwin.de"-Trikots auftreten darf.
(apa/red)
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