Donnerstag, 20. Juli 2006

"Intellektuelle Unterbelichtung im ÖGB": SP- Landesrat Ackerl schießt gegen Gwerkschaft

  • Für Oberösterreicher seit Tod von Alfred Dallinger
  • Zur Wahl: Ausgangslage für SPÖ nicht so schwierig

Harsche Worte findet der oberösterreichische SPÖ-Soziallandesrat Josef Ackerl angesichts der Causa Bawag für die ÖGB-Spitzen: Er konstatiert eine "intellektuelle Unterbelichtung im ÖGB seit dem Tod von Alfred Dallinger" - wobei er den ÖGB in Oberösterreich ausnimmt.

Der oberösterreichische Landesrat geht im Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe) auch auf den Yachtausflug von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) mit Wolfgang Flöttl ein: Grasser habe damit "gerade bestätigt, wo er hingehört. Die ganze Bawag-Geschichte ist nur mit der Lebenseinstellung von Leuten möglich geworden, die keine Hemmungen haben, anderen etwas anzutun", meint er und erwähnt Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner.

In der SPÖ konstatiert Ackerl einen "unnötigen mentalen Einbruch", die Betroffenheit unter den Funktionären sei größer als die der Bevölkerung. Und er demonstriert Optimismus für die Wahl: Die Ausgangslage sei gar nicht so schwierig, der Vorsprung der ÖVP stehe "auf tönernen Füßen".
(apa/red)

20.7.2006 10:32