Heimische Exekutive "sehr gut gerüstet": Prokop nimmt sich Deutsche als EM-Vorbild
- Sicherheitskonzept der WM 2006 "voll aufgegangen"
- 26 Polizisten aus Österreich sammelten WM-Erfahrung
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Beeindruckt von der Arbeit der deutschen Polizei während der Fußball WM 2006 zeigte sich Innenministerin Liese Prokop. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien betonte die Politikerin, dass das Sicherheitskonzept "voll aufgegangen" sei und vieles davon für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz übernommen werden müsse. Die heimische Exekutive sei für das Fußball-Großereignis bereits jetzt "sehr gut gerüstet".
Prokop hob vor allem die Präventivmaßnahmen hervor. Vor der Weltmeisterschaft wurden rund 8.450 "polizeibekannte" Personen von den Beamten aufgesucht bzw. erhielten schriftliche Nachrichten - so genannte Gefährdeanschreiben. 910 Personen mussten sich regelmäßig auf ihren örtlichen Polizeiwachen melden, 3.200 Gewalttätern wurde der Aufenthalt an den Spielorten oder bei WM-Veranstaltungen durch "Bereichsbetretungsverbote" untersagt.
Deutsche Polizei verhaftete 9.000 Personen
Dennoch wurden 875 Personen - darunter 200 Polizeibeamte - verletzt. Es gab 9.000 Festnahmen, die Exekutive registrierte 7.200 Straftaten, darunter meist Delikte wie Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand, Landfriedensbruch und Diebstahl.
Was die Innenministerin positiv Richtung EURO 2008 blicken lässt, ist die Tatsache, dass bereits bei der WM in Deutschland 26 österreichische Polizisten insgesamt 7.000 Stunden Erfahrung gesammelt haben. Während ihres Einsatzes wurden 26 Personen festgenommen und 19 angezeigt. Weitere 83 Beamte des Innenministeriums haben sich vor Ort über die Sicherheitsmaßnahmen informiert.
Prokop lobt deutsche Sicherheitsvorkehrungen
Auffällige Fans müssen laut Prokop von vornherein fern gehalten werden, was eine "intensive internationale Zusammenarbeit mit den Anrainer- und den Teilnehmerländern" voraussetze. Auch die Wiederaufnahme von Grenzkontrollen habe sich "sehr bewährt", was zu 370 Zurückweisungen und zwölf Abschiebungen geführt hat. Fazit der Innenministerin: "Die deutschen Sicherheitsdienststellen haben großartige Arbeit geleistet. Alle Beamten waren in jeder Situation freundlich und hilfsbereit. Das können und müssen wir für die EURO 2008 übernehmen."
(apa/red)










