Pappelstadion bleibt eine Festung: Rapid beißt sich in Mattersburg die Zähne aus
- Große Defensivschwäche wird Altach zum Verhängnis
- Wacker schlägt Sturm: Gelungenes Debüt für Straka
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SV Mattersburg hat die mit 15.000 Zuschauern gefüllte Fußball-Festung Pappelstadion mit einem knappen, aber keinesfalls unverdienten 1:0 über Rapid erfolgreich verteidigt. Während die Burgenländer 2006 zu Hause weiter ungeschlagen sind, warten die Hütteldorfer auf den ersten Auswärtssieg des Kalenderjahres. SCR Altach musste sich gegen Pasching (2:3) als erster Aufsteiger seit fünf Jahren im Auftaktspiel geschlagen geben, während Frantisek Straka mit einem 3:2 bei Sturm Graz ein erfolgreiches Debüt als Wacker Tirol-Trainer gab.
Nach zwei torlosen Remis in der vergangenen Saison deutete auch beim ersten 2006/07-Gastspiel des Rekordmeisters in Mattersburg bereits alles auf ein 0:0 hin. Doch ein Eigentor von Hlinka drei Minuten vor dem Ende besiegelte die zweite Rapid-Auftaktniederlage in Folge. Im Vorjahr hatten die Grün-Weißen als amtierender Meister zu Hause mit 2:3 gegen Sturm Graz verloren. Die Burgenländer hingegen bejubelten zu ihrem insgesamt vierten Bundesliga-Auftakt den ersten Sieg.
"Wir haben alles für den schließlich verdienten Sieg getan und sind, wenn auch durch ein kurioses Tor, dafür belohnt worden", freute sich SVM-Coach Franz Lederer. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, Kapitän Didi Kühbauer, war ebenfalls hocherfreut: "Ein Auftaktsieg gegen Rapid ist immer wunderbar." Lederers Gegenüber Georg Zellhofer kannte die Gründe für den Fehlstart: "In der Defensive sind wir zwar gut gestanden, nach vorne haben wir aber zu wenig getan. Im Spielaufbau hat es nicht gepasst, einige in der Mannschaft müssen mehr machen."
Drastischere Worte fand da schon der nach dem späten Eigentor sichtlich "heiße" Nationalteam-Torhüter Helge Payer: "Bei Flanken stellen wir uns einfach deppert an." Dennoch konnte der Rapid-Schlussmann auch Positives aus der Partie gewinnen: "Wir haben uns als Mannschaft präsentiert."
Defensivschwäche wird Altach zum Verhängnis
In Altach haderte Aufstiegstrainer Michael Streiter nach einem packenden Spiel mit dem Schicksal und Schiedsrichter Einwaller bzw. dessen Assistenten: "Das 2:2 war ein klares Abseitstor. Ich wäre froh, wenn es einen vierten Mann am Bildschirm geben würde. Nichtsdestotrotz kann ich meine Hintermannschaft bei allen drei Gegentoren nicht von Fehlern freisprechen. Diese Fehler müssen wir einfach abstellen."
Die Vorarlberger bezogen übrigens nach den Auftaktsiegen von Pasching (2002), Mattersburg (2003), Wacker Tirol (2004) und einem Eröffnungs-Remis von Ried (2005) die erste Niederlage eines Aufsteigers zum Saisonstart seit fünf Jahren. 2001 hatte der FC Kärnten mit 1:2 gegen Ried verloren. Pasching-Mittelfeldspieler Pamminger war dies naturgemäß egal, er bilanzierte zufrieden: "Mehr als drei Punkte kann man nicht machen, in Altach werden sich noch einige Teams die Zähne ausbeißen."
Im Vorjahr hatte der spätere Meisterschafts-Dritte Pasching bis zur sechsten Runde auf den ersten Sieg warten müssen, heuer durfte sich Neo-Coach Milan Djuricic gleich zur Premiere über drei Punkte freuen: "In der zweiten Hälfte waren wir eindeutig besser, haben dann auch Fußball gespielt und schließlich verdient gewonnen."
Wacker schlägt Sturm: Gelungenes Debüt für Straka
Einen Fehlstart verzeichnete hingegen Sturm-Trainer Franco Foda, der in der Sommerpause Michael Petrovic nachgefolgt war. Der Deutsche unterlag mit den Grazern Wacker Tirol vor eigenem Publikum 2:3 und musste nach dem Spiel Frantisek Straka zu dessen gelungenem Debüt gratulieren. "Zu Beginn beider Hälften haben wir gut gespielt und Druck erzeugt. Unerklärlicherweise haben wir dann den Faden verloren", analysierte Foda.
Der tschechische Ex-Internationale Straka, mit Foda nach einem zufällig gemeinsamen Urlaubsaufenthalt übrigens gut befreundet, zeigte sich zufrieden: "Das war ein gutes Auftaktspiel, das eigentlich bis zum Schluss auf des Messers Schneide stand. Wir haben verdient gewonnen, weil wir gut kombiniert haben. Auch Sturm hat aber stark gespielt."
(apa/red)
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