Wegen Doping-Verdacht gefeuert: Ullrich
will Entlassung von T-Mobile anfechten
- Kündigung bereits Ende Juni per Fax zugestellt
Der des Dopingmissbrauchs verdächtigte Jan Ullrich ist nach eigenen Angaben Ende Juni von seinem Rennstall T-Mobile entlassen worden. Der deutsche Rad-Star will sich dagegen allerdings zu Wehr setzen - notfalls auch juristisch, wie er in einer Erklärung am Freitag mitteilte. "Die Kündigung von T-Mobile ist für mich nicht akzeptabel", erklärte der Radsportler.
Enttäuscht zeigte sich Ullrich darüber, dass ihm die Kündigung nicht persönlich, sondern per Fax mitgeteilt worden war. Auf seiner Internetseite (http://www.janullrich.de) hieß es weiter: "Ich finde es beschämend, dass ich nach so vielen Jahren guter Zusammenarbeit und nach allem, was ich für das Team getan habe, wie eine Faxnummer behandelt werde." Ullrich war von 1995 bis 2002 beim damaligen Telekom-Team gefahren und hatte sich nach einem Jahr Pause wieder das magentafarbene Trikot des deutschen Rennstalls übergestreift.
Wie Ullrich auf seiner Homepage mitteilte, sei ihm, seinem Berater Rudy Pevenage und seinem Kollegen Oscar Sevilla die Kündigung per Fax zugegangen. "Die Kündigung ist unbegründet", sagte am Freitag auch Ullrichs Manager Wolfgang Strohband: "Sofern das für die nächste Woche geplante Gespräch keine Einigung bringt, wird Jan Ullrich die Kündigung gerichtlich anfechten." Vertreten wird Ullrich von Rechtsanwalt Dr. Ulrich Theune. Der meinte: "Die Kündigung wird keinen Bestand haben."
(apa)
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