Freitag, 21. Juli 2006

Schlussverkauf bei Absteiger Juventus: Cannavaro & Emerson gehen zu Real Madrid

  • Buffon geht in die Serie B - Van Nistelrooy ein Bayer?

Wenige Tage nach den Urteilen im italienischen Manipulationsskandal droht das Team von Juventus Turin zu zerfallen. Mit Fabio Cannavaro, Kapitän der italienischen Weltmeister-Mannschaft, und dem Brasilianer Emerson wechselten zwei Stützen zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Das Rennen um Gianluca Zambrotta scheinen die "Königlichen" jedoch an den Erzrivalen FC Barcelona verloren zu haben, der Verteidiger ist sich nach spanischen Medienberichten mit "Barca" so gut wie einig.

Der 32-jährige Cannavaro und der zwei Jahre jüngere Emerson treffen bei den Madrilenen wieder auf ihren Trainer Fabio Capello, der bereits von Juve zu Real gewechselt war. Nach Informationen des Radiosenders "Cadena Ser" werden die beiden Spieler Zwei-Jahres-Verträge mit einer Option auf ein drittes Jahr unterschreiben. Dafür soll Real in drei Raten 23 Millionen Euro an Juventus überweisen. Die Spieler, die sich derzeit im Urlaub befinden, sollen laut Real-Sportdirektor Predrag Mijatovic in den kommenden Tagen offiziell in Madrid vorgestellt werden.

Streit um Ablöse: Van Nistelrooy ein Bayer?
Neben der Absage von Zambrotta musste der neue Real-Präsident Ramon Calderon auch in der "Causa" Ruud van Nistelrooy einen Rückschlag einstecken - der niederländische Torjäger signalisierte, dass es ihn eher zum deutschen Rekordmeister Bayern München zieht. Laut Berichten der deutschen "Bild"-Zeitung und des Sportmagazins "kicker" am Donnerstag wäre sich der 30-Jährige von Manchester United bereits mit den Bayern einig.

Obwohl Van Nistelrooy scheinbar lieber zum FC Bayern als zu Real Madrid gehen möchte, bleibt für die Münchner jedoch das Problem der zu hohen Ablösesumme. Manchester will nach unbestätigten Angaben für den bis 2008 unter Vertrag stehenden Stürmer 18 Millionen Euro Ablöse, das Bayern-Gebot soll rund 5 Mio. Euro darunter liegen. Real hatte bereits 15 Mio. geboten, den Zuschlag jedoch nicht erhalten.

(apa/red)

21.7.2006 11:26