Mittwoch, 19. Juli 2006

NEWS-market-Umfrage nach dem Yacht- Ausflug von Finanzminister Grasser

  • Gute Schulnote 2,64 für die Arbeit des Ministers
  • 63% würden von ihm keinen Gebrauchtwagen kaufen

Der Yachtausflug auf Julius Meinls Yacht, mit Bootspartner Wolfgang Flöttl an Bord, hat Kratzer am Image des Finanzministers hinterlassen. In der aktuellen NEWS-market-Umfrage bewerten 500 befragte ÖsterreicherInnen zwar die Arbeit des Ministers mit der Schulnote 2,64 eher positiv, und 61 Prozent wollen, dass er auch der nächsten Bundesregierung als Minister angehören solle. Aber seine Glaubwürdigkeit hat gelitten:

* Fast zwei Drittel der ÖsterreicherInnen (63 Prozent) würden vom amtierenden Finanzminister lieber keinen Gebrauchtwagen kaufen.
* 69 Prozent lehnen die Idee, mit ihm einen Abend zu verbringen, dankend ab. Wobei die Skepsis unter den Frauen mit 75 Prozent auffallend hoch ist: Keine Rede also davon, dass Frauen vor allem das angenehme Äußere des Politikers gut bewerten.
* Und eindrucksvolle 68 Prozent finden, Grasser habe eher nicht das Zeug zum Bundeskanzler.
* Zu den Auswirkungen seines Yacht-Urlaubs mit Meinl und Flöttl sagen zwar 50 Prozent, der schade Grassers Glaubwürdigkeit nicht. Doch fast ebensoviele, nämlich 45 Prozent, sehen darin ein Glaubwürdigkeitsproblem für den Minister.

market-Chef Werner Beutelmeyer beurteilt vor allem den Gebrauchtwagen-Wert als "vernichtend": "Grassers Vertrauenswürdigkeit ist beschädigt. Wenngleich sein Auftreten und seine Eloquenz anerkannt werden, ist etwas pickengeblieben. Und auch wenn derzeit sein Marktwert größer ist als der Glaubwürdigkeitsverlust: Es ist riskant."

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19.7.2006 12:40