243 Illegale sind auf Kanaren gelandet: Einwanderer kamen mit Booten nach Spanien
- Ein Mann starb auf Reise, einige in Lebensgefahr
Die spanische Küstenwacht hat vor den Kanarischen Inseln innerhalb von 24 Stunden vier Boote mit insgesamt 243 illegalen Einwanderern aufgebracht, wie die Behörden in Madrid am Samstag mitteilten. Viele Menschen waren völlig erschöpft, ausgetrocknet oder hatten einen Hitzestau.
Auf einem der beiden Boote, die bereits am Freitag auf den vor der afrikanischen Küste gelegenen Inseln eintrafen, befand sich auch ein Toter. Zwölf Flüchtlinge wurden in Krankenhäuser gebracht, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte.
Ein Boot mit 90 Flüchtlingen erreichte am Samstag Teneriffa, ein weiteres mit 61 Menschen an Bord La Gomera. Die Küstenwacht sichtete zudem ein fünftes Boot, das auf dem Weg nach Gran Canaria war.
Tausende Menschen aus Afrika versuchen jedes Jahr, nach Europa zu gelangen. Eine wachsende Zahl wählt dabei den gefährlichen Weg über das Meer zu den Kanarischen Inseln. Es wird vermutet, dass Tausende dabei umkommen. Berichte über mehr als tausend Tote seit Ende vergangenen Jahres liegen vor. In diesem Jahr haben es nach spanischen Angaben schon mehr als 11.000 Afrikaner auf die Kanarischen Inseln geschafft. Das sind mehr als doppelt so viele wie im ganzen vergangenen Jahr.
(apa)
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