Rund 100 Tote durch Überflutungen in Nordkorea: 9.000 Familien sind obdachlos
- Heftige Regenfälle Grund für dramatische Situation
In Nordkorea sind nach Angaben einer internationalen Hilfsorganisation bei Erdrutschen und Überflutungen in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen seien in dem abgeschotteten Land als tot oder vermisst gemeldet worden, berichtete die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.
Durch die Auswirkungen heftiger Regenfälle Ende der vergangenen Woche seien in den am stärksten betroffenen Provinzen mehr als 11.500 Häuser zerstört und über 9.000 Familien obdachlos geworden. "In einigen Gegenden sind ganze Dörfer weggespült und wichtige öffentliche Einrichtungen wie etwa Kliniken zerstört worden", teilte die Hilfsorganisation mit.
Straßen und Brücken seien beschädigt und zahlreiche Felder überschwemmt worden. Verlässliche Informationen über die Opferzahl seien jedoch schwer zu erhalten. Der Zugang zu manchen Orten werde wegen Schäden an den Telefonnetzen zusätzlich erschwert, hieß es.
Die Regierung in Pjöngjang wies den Angaben zufolge die lokalen Behörden an, den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen. Die Föderation koordiniere ihre Hilfsaktivitäten mit der UN und anderen internationalen Organisationen in dem Land. Nordkorea ist seit Jahren auf Grund der eigenen Misswirtschaft und nach einer Reihe von Naturkatastrophen Mitte der 90er Jahre auf Hilfe von außen angewiesen.
In Südkorea kamen bei Überflutungen und Erdrutschen, die durch die tagelangen Regenfälle ausgelöst wurden, in den vergangenen Tagen mindestens 25 Menschen ums Leben. Am Mittwoch galten noch 24 Menschen als vermisst.
(apa/red)
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