Donnerstag, 20. Juli 2006

Salzburg ist radfahrfreundlichste Stadt: Eisenstadt radelt bei Beliebtheit hinterher

  • Vorarlberg liegt aber bei Bundesländern voran
  • PLUS: Vorarlberger treten am öftesten in die Pedale

Salzburg ist die radfahrfreundlichste Landeshauptstadt Österreichs. Das ist das Ergebnis einer VCÖ-Umfrage, bei der 2.300 Pedalritter interviewt wurden. An zweiter Stelle landete Graz. Als radfahrfreundlichstes Bundesland wurde Vorarlberg gewählt, Salzburg erreichte den zweiten Platz, teilte der VCÖ mit.

Der VCÖ fordert verpflichtend Radwege entlang von Freilandstraßen. Nach Vorbild der Niederlande sollen Radfahrprojekte in den Gemeinden und Ländern zur Hälfte vom Bund finanziert werden.

Bei der VCÖ-Umfrage haben 41 Prozent Salzburg zur radfahrfreundlichsten Landeshauptstadt gewählt. "Die Maßnahmen der Stadt Salzburg kommen gut an. Dort, wo es nötig ist, werden Radwege gebaut. Ansonst wird auf der Fahrbahn ausreichend Platz für das Radfahren geschaffen. Zudem führt Salzburg seit 15 Jahren Bewusstseinskampagnen zum Radfahren durch", nennt VCÖ-Experte Martin Blum einige Gründe für den Erfolg der Mozartstädter.

Graz im Ranking an zweiter Stelle
Graz landete mit 26 Prozent an zweiter Stelle, zehn Prozent wählten Wien zur radfahrfreundlichsten Stadt. Die "rote Laterne" trägt Eisenstadt. Zum radfahrfreundlichsten Bundesland wurde Vorarlberg gewählt. 35 Prozent sehen das Ländle an der Spitze, gefolgt vom Land Salzburg mit 14 Prozent Zustimmung.

"Vorarlberg betreibt eine aktive Radverkehrspolitik. Das Land trägt meist die Hälfte der Kosten von Radprojekten in den Gemeinden. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Radwege entlang von Freilandstraßen wie in Vorarlberg", sieht Blum Vorarlberg als Vorbild für andere Bundesländer. Die Politik im Ländle trage Früchte: Dort würden mehr als doppelt so viel Radfahren wie der Österreich-Durchschnitt. Im Vorjahr legte im Durchschnitt jeder Vorarlberger für Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder um Freunde zu besuchen 399 Kilometer mit dem Fahrrad zurück.

Das Ranking bei den Städten folgen nach Salzburg und Graz: Wien zehn Prozent, Bregenz neun Prozent, Linz fünf Prozent, Innsbruck vier Prozent, St. Pölten und Klagenfurt je zwei Prozent und Schlusslicht ist Eisenstadt mit einem Prozent. Nach Bundesländern gereiht: Vorarlberg 35 Prozent, Salzburg 14 Prozent, Wien 13 Prozent, Burgenland zehn Prozent, Niederösterreich neun Prozent, Steiermark acht Prozent, Oberösterreich sieben Prozent, Tirol drei Prozent und Schlusslicht Kärnten mit einem Prozent.
(apa)

20.7.2006 10:28