Rätsel um Schussverletzung aufgeklärt: Wegen Mopedlärm auf Mädchen gefeuert
- 53-Jähriger drückte ab: Kugel prallte von Straße ab
- Schülerin bemerkte Projektil in ihrer Brust nicht
Das Rätsel um eine Schussverletzung, die ein 13-jähriges Mädchen aus dem Bezirk Wels-Land in Oberösterreich erlitten hat, ist geklärt: Die Polizei forschte einen 53-jährigen Mann als den Schützen aus. Bei seiner Einvernahme erklärte er, dass ihn der Mopedlärm gestört habe.
Die Schülerin hatte über Schmerzen in der Brust und Atemnot geklagt. Ihr Vater brachte sie ins Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte fest, dass ein Projektil in der Brust steckte, das von einem Kleinkalibergewehr stammte. Das Mädchen erzählte schließlich, dass es in seiner Heimatgemeinde mit einem Burschen auf einem Moped unterwegs gewesen war und plötzlich ein Brennen spürte.
Durch die Aussagen der 13-Jährigen konnte der mögliche Tatort auf eine Siedlungsstraße eingegrenzt werden. Die Befragung des Verdächtigen verlief vorerst negativ, auch ein Gewehr wurde bei ihm nicht sichergestellt. Bei Überprüfungen von Waffenhändlern im Raum Wels stellte sich aber heraus, dass der Mann im März tatsächlich ein in Frage kommendes Gewehr gekauft hatte.
Gegen den 53-Jährigen wurde ein Haftbefehl erteilt. Bei der Einvernahme durch die Polizei bestritt er zunächst, eine Waffe besessen zu haben. Mit den Ermittlungsergebnissen konfrontiert legte er aber ein Geständnis ab. Er habe das Gewehr ursprünglich wegen wilder Tiere im Garten gekauft.
Der Mopedlärm der vergangenen Wochen ärgerte ihn aber so sehr, dass er schließlich aus etwa 50 Metern einen Schuss auf das Moped abfeuerte. Aus der Deformierung des Projektils schlossen die Ermittler, dass es von der Straße abprallte und dann in den Rücken des Opfers eindrang.
(apa/red)
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