Familiendrama in Oberösterreich: Vater nimmt fünfjährige Tochter mit in den Tod
- Dürfte Behinderung des Kindes nicht verkraftet haben
- Mann hinterließ Testament und einen Abschiedsbrief
Ein Familiendrama hat sich am Mittwoch im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich ereignet. Ein 47-jähriger Arzt erschoss seine fünfjährige geistig behinderte Tochter in einem Waldstück und erhängte sich danach an einem Baum. Seit Dienstagabend war eine Suchaktion gelaufen, die Exekutive hatte von Anfang an eine Verzweiflungstat befürchtet.
Der Arzt hatte am Dienstag gegen 17.00 Uhr mit dem sein Haus in Fischlham verlassen. Er wolle tanken fahren, sagte er seiner Frau. Als er bis 22.00 Uhr nicht zurückkehrte, alarmierte sie die Polizei. Sofort wurde eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet. Die ganze Nacht über waren sämtliche Bezirksstreifen und Polizeihunde im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von einem Hubschrauber mit Nachtsichtgerät. Am Mittwoch wurde mit einer Wärmebildkamera weitergesucht.
Abschiedsbrief sowie Testament hinterlassen
Da der Mann eine Waffe bei sich trug und im Badezimmer seines Hauses einen Abschiedsbrief sowie ein Testament hinterlassen hatte, befürchtete die Polizei von Anfang an eine Verzweiflungstat. Am Mittwochvormittag entdeckten die Beamten schließlich das versperrte Auto des Arztes in einem Waldstück in der Nachbargemeinde Steinerkirchen an der Traun. Die Einsatzkräfte durchkämmten das Areal mit Spürhunden.
Zu Mittag fanden sie die Leichen der zwei Vermissten. Der Mann hatte seine fünfjährige Tochter erschossen und sich selbst erhängt. Eine Obduktion wurde angeordnet.
Der Arzt und seine Frau hatten insgesamt sechs Kinder. Die Behinderung seiner jüngsten Tochter dürfte für den Mann ein großes Problem gewesen sein.
(apa/red)
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