BZÖ verliert Obmann in Niederösterreich: FPÖ hofft auf Unterschrift von Wattaul
- Aus persönlichen Motiven von Amt zurückgetreten
- Spekulationen um Unterstützung für die FPÖ
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Der orange Nationalratsabgeordnete Anton Wattaul ist am Dienstag als BZÖ-Landesobmann in Niederösterreich zurückgetreten. Als Begründung für diesen Schritt führte er persönliche Motive an. Einen kolportierten Wechsel zur FPÖ schließe er nicht aus, ebenso wie eine etwaige Unterschrift für die Kandidatur der Blauen bei der Nationalratswahl. Die FPÖ braucht, um bei der Wahl antreten zu können, drei Unterschriften von Nationalratsabgeordneten oder 2.600 Unterstützungserklärungen von der Bevölkerung. Derzeit bekennen sich im Freiheitlichen Klub nur zwei Parlamentarier zur FPÖ.
Wattaul ließ es vorerst offen, ob er die Blauen unterstützen wird. Zu seinem Rücktritt als niederösterreichischen BZÖ-Chef meinte der Abgeordnete, er sei nach einigen Gesprächen zu diesem persönlichen Schluss gekommen und fühle sich nun "um 200 Kilo leichter". Wattaul, der nun in den Urlaub gefahren ist, erklärte über seine Zukunft und eine möglichen Wechsel zur FPÖ im APA-Gespräch: "Was sich ergibt, wird man sehen."
Beim BZÖ wurde der Schritt Wattauls bedauert, wie der orange Bündnissprecher Uwe Scheuch mitteilte. Einen kolportierten Wechsel zur FPÖ kann er sich aber "nicht vorstellen." FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky erteilte einer Rückkehr Wattauls zunächst auch eine Absage. Es habe keinen Kontakt zwischen den Freiheitlichen und Wattaul gegeben und für BZÖ-Mandatare und Funktionäre gebe es "generell kein" Rückkehrrecht. Die Unterschrift Wattauls für die Kandidatur der FPÖ bei der Nationalratswahl würden die Blauen jedoch annehmen, sagte Vilimsky.
(apa/red)
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