Irische Präsidentin besucht Österreich: McAleese & Fischer richten Appelle an Israel
- "Hoffe, dass die Stimme der Vernunft gehört wird"
Bundespräsident Fischer und die irische Präsidentin McAleese haben am in Wien Appelle an Israel gerichtet. Während Fischer Israel zu Verhältnismäßigkeit bei den Angriffen im Libanon aufrief, äußerte McAleese bei ihrem Staatsbesuchs in Österreich die Hoffnung, dass "die Stimme der Vernunft" gehört werde.
Nach den Worten Fischers habe zwar jedes Land - auch Israel - das Recht, sich zu verteidigen. Doch man müsse von übertriebenen Maßnahmen, die eine unverhältnismäßig hohe Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung fordern, Abstand nehmen. Die Überlegungen von UNO- Generalsekretär Annan, durch den Einsatz von Friedenstruppen zur Deeskalation beizutragen, müssten ernsthaft geprüft werden.
McAleese wies darauf hin, dass Österreich und Irland 1955 gleichzeitig den Vereinten Nationen beigetreten seien und beide Länder "sehr genau auf die Stimme der UNO hören würden". Beide Staaten hegen ihr zufolge die Hoffnung, dass auf "die Stimmen, die für Vernunft, Ruhe und Verhältnismäßigkeit" eintreten würden, gehört werde.
Fischer sprach zudem von den traditionell guten bilateralen Beziehungen zwischen Irland und Österreich. Man habe "gemeinsame Positionen zu vielen Fragen in Europa" wie etwa zur Erweiterung. Was die Frage des Verfassungsvertrages angehe, seien beide der Meinung, dass das Zustandekommen dieses Vertrages für Europa nützlich wäre.
Die irische Staatspräsidentin traf in Wien auch mit Vizekanzler Gorbach zusammen. Dann ging es nach Vorarlberg, wo sie der Eröffnung der Bregenzer Festspiele beiwohnt.
(apa/red)
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