Neues Geisterfahrerverkehrsschild nun fix: Mit Stimmen von ÖVP & BZÖ beschlossen
- Opposition kritisierte neues Verkehrszeichen heftig

·Verkehr: Zahl der Geisterfahrer steigt
Spitzenreiter in Statistik ist Niederösterreich
·Gorbach: Maßnahmen
gegen Geisterfahrer
Mehr Warntafeln und Kameraüberwachung
·Erstes Geisterfahrer-Warnsystem in Betrieb
Smart-Cams sollen auto-matisch Alarm schlagen
Das neue Verkehrszeichen zur Warnung vor Geisterfahrern ist nun beschlossene Sache. Mit den Stimmen der Regierungsparteien passierte es den Nationalrat und wird zukünftig auf österreichischen Autobahnen zu sehen sein.
Auf Österreichs Straßen gibt es künftig ein neues Verkehrszeichen. Das Schild, dessen Einführung vom Nationalrat mit Koalitionsmehrheit beschlossen wurde, soll plakativ vor Geisterfahrern warnen. Innerhalb eines Warndreiecks ist auf dem Zeichen ein roter Wagen zu sehen, der zwei schwarzen Pkw entgegenkommt.
Kritik der Opposition
Die Opposition lehnte das neue Verkehrszeichen ab. SP-Verkehrssprecher Kurt Eder sprach von einem "Unsicherheitsschild", da er vermutet, dass Autofahrer bei dem Zeichen nicht wüssten, wie sie sich verhalten sollten. Die Grüne Verkehrssprecherin Gabriela Moser hätte gesetzliche Maßnahmen gegen das Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit bevorzugt. Problematisch ist für sie auch, dass das Zeichen international unbekannt sei.
Regierung ist zufrieden
Infrastrukturstaatssekretär Eduard Mainoni (B) verwies darauf, dass bisher nur eine akustische Warnung durch den Verkehrsfunk gegeben gewesen sei und nicht jeder Radio höre. Angesichts der steigenden Geisterfahrer-Problematik habe man sich nun als erstes europäisches Land zu einer zusätzlichen Schutzmaßnahme entschlossen. Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka (V) sprach vom Versuch, ein selbsterklärendes Verkehrszeichen zu schaffen. Die Aufschrift "Vorsicht Geisterfahrer" sei daher nicht möglich gewesen: "Nicht-Deutschsprachige können das 'Geisterfahrer' nicht lesen, verstehen es nicht." (APA/red)
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