Mittwoch, 12. Juli 2006

Aus Urlaubslust wird oftmals Urlaubsfrust:
Eine Klagenfurter Umfrage zu Ferienbeginn

  • Unverarbeitete Probleme kommen mit in die Ferien
  • Ein Urlaub gilt als eine ultimative Beziehungsprobe

Aus Urlaubslust wird oft Urlaubsfrust. Laut einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstituts zu Beginn der Ferienzeit verneinten 46 Prozent die Frage, ob die in den vergangenen Urlaub gesetzten Erwartungen in der Realität auch eingetroffen seien. Nur 28 Prozent wurden diesbezüglich nicht enttäuscht, 26 Prozent sahen ihre Erwartungen wenigstens zum Teil erfüllt.

Generell ist laut Umfrage die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher mit ihren Ferien aber doch zufrieden. Auf die Frage, ob im vergangenen Urlaub "Lust oder Frust" dominiert habe, war für 52 Prozent die "Lust" im Vorteil, frustriert gaben sich 31 Prozent. 17 Prozent wussten darauf keine Antwort.

Es ist was es ist sagt die Liebe
Das Humaninstitut ging in seiner Befragung auch auf zwischenmenschliche Beziehungen im Urlaub ein und kam zu dem Schluss, dass gerade in der als unbeschwert geltenden Ferienzeit oft wegen Nichtigkeiten gestritten wird. So gaben immerhin 54 Prozent der österreichweit befragten 750 Personen der Feststellung "Aus meiner Erfahrung vergangener Urlaube wird oft ein unbedeutendes Gespräch mit dem Partner zu einem dramatischen Konflikt" recht. Nur 26 Prozent sehen das nicht so, 20 Prozent konnten sich nicht entscheiden.

Alltagsfrust wird auch eingepackt
Wie Humaninstitut-Chef Franz Witzeling erläutert, würden die Urlauber auch "so manchen unverarbeiteten Alltagsfrust" in ihre Feriendomizile mitnehmen, was unbeschwerten Ferien alles andere als zuträglich sei. Witzeling: "Die Rechnung in Form der Erwartung, dass beim Überschreiten der Staatsgrenze alle Sorgen und Konflikte zurückgelassen werden, geht in den meisten Fällen nicht auf."
(apa/red)

12.7.2006 15:38