Handbewegung kann Traumen vertreiben: Belastung der Patienten messbar gesunken
- Therapeut schwenkt Finger vor Kopf des Betroffenen
- Körperliche Entspannung durch Augenbewegungen

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Eine simple Handbewegung kann traumatisierten Patienten offenbar dabei helfen, ihre belastenden Erinnerungen zu verarbeiten. Die "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" (EMDR) genannte Therapie bietet laut einer Mitteilung des Münchner Klinikums rechts der Isar sogar die besten Heilungschancen für Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen.
Für die EMDR-Behandlung ergründet der Therapeut zunächst die Ursachen der Beschwerden. Ist eine vertrauensvolle Beziehung hergestellt, wird die betroffene Person aufgefordert, sich an die traumatische Situation zu erinnern und sie erneut mit allen Sinneseindrücken zu erleben, wie die Universität mitteilte. Dabei bewegt der Therapeut seine Hand vor dem Kopf des Patienten horizontal hin und her und bittet ihn, der Bewegung mit den Augen zu folgen. Dies wird so oft wiederholt, bis die Belastung des Patienten messbar abgesunken ist.
Der therapeutische Effekt rührt den Angaben zufolge wahrscheinlich daher, dass die Augenbewegungen eine körperliche Entspannung einleiten, die mit der traumatischen Erinnerung gekoppelt ist. Dadurch könne das Geschehen in die psychische Struktur integriert und verarbeitet werden. (APA/red)
