Neue Studie beweist: Klimawandel hat verheerende Folgen für Alpengletscher
- Riesiger Verlust an Eisfläche wird prophezeit
- 80 Prozent der Eisfläche aus 1991 schmelzen dahin
Der sich abzeichnende Klimawandel wird verheerende Folgen für die Alpengletscher haben. Steigen die Sommertemperaturen um drei Grad Celsius, verlieren die Gletscher 80 Prozent der Eisfläche, wie sie etwa von 1971 bis 1990 bestand. Das geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor.
Bei einer Erwärmung um fünf Grad Celsius wären die Alpen praktisch eisfrei. Nach der Studie, die am 15. Juli in der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" erscheint, handelt es sich dabei um Klimaszenarien für das Ende des 21. Jahrhunderts.
Die Gletscher der europäischen Alpen haben bereits seit 1850 die Hälfte ihrer Fläche verloren. Ein Anstieg der Sommertemperatur von ein bis fünf Grad und eine deutliche Niederschlagänderung für das Ende des 21. Jahrhunderts bilden nach internationalen Expertenschätzungen ein realistisches Szenario. Dies habe enorme Auswirkungen auf den Wasserkreislauf, auf die Wasserwirtschaft, den Tourismus und für Naturgefahren.
Ein komplettes Inventar der Alpengletscher für die 1970er Jahre zeigt, dass etwa 5.150 Alpengletscher eine Fläche von 2909 Quadratkilometer bedeckten. Der gesamte Flächenverlust der alpinen Eisbedeckung seit 1850 beläuft sich auf etwa 35 Prozent bis in die 1970er Jahre und auf fast 50 Prozent bis 2000.
(apa)
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