Geringfügig Beschäftigte: Für SPÖ
ein "direkter Weg in die Armutsfalle"
- Immer mehr Mini-Jobs ohne soziale Absicherung
Die steigende Zahl von geringfügig Beschäftigten bedeute für viele Arbeitnehmer den "direkten Weg in die Armutsfalle", warnt SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek in einer Aussendung am Montag. Vor allem müssten immer mehr Frauen schlecht bezahlte Mini-Jobs ohne soziale Absicherung annehmen. Der Trend gehe damit in Richtung Drittel-Gesellschaft. Ein Drittel habe Arbeit, ein weiteres Drittel sei arbeitslos und ein Drittel befinde sich in prekären Arbeitsverhältnissen.
"Wenn die soziale Sicherheit fehlt, ist der Schritt in die Armut nur ein ganz kleiner - da genügt es, wenn eine Scheidung oder eine unvorhergesehene familiäre Belastung dazukommt, und die Armutsfalle schnappt zu", so Heinisch-Hosek. Die SPÖ-Frauen forderten deshalb vehement, sowohl bei der Ursache, als auch bei der Absicherung prekärer Arbeitsverhältnisse anzusetzen. "Frauen sehen sich deshalb oft gezwungen, solche prekären Arbeitsverhältnisse einzugehen, weil sie ihre Kinder nicht adäquat unterbringen können. Die Wiedereinführung einer Kindergartenmilliarde und eine damit verbundene Kinderbetreuungsoffensive sind daher ein wesentlicher Schritt gegen die drohende Drittelgesellschaft und aus der Armutsfalle", erläuterte die SPÖ-Frauensprecherin.
Außerdem verlangt Heinisch-Hosek die Bezahlung von Überstunden auch bei Teilzeit, die Verankerung von Frauenförderung in Form von gesetzlich verpflichtenden Frauenförderplänen, klare und einfache gesetzliche Definition von Selbstständigkeit, um Scheinselbstständigkeit nicht mehr zuzulassen, langfristig die volle Aufnahme sämtlicher Formen atypisch Beschäftigter in die Sozialversicherung und kurzfristig Aufnahme in die Arbeitslosenversicherung.
(apa)
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