"Blinde Justizia" & der WM-Videobeweis: Französischer Anwalt will Finale annullieren
- Richter sollen Zidane-Ausschluss überprüfen
- FIFA-Präsident erklärte, Szene wurde direkt gesehen
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Der französische Rechtsanwalt Mehana Mouhou hat angekündigt, das Fußball-WM-Finalspiel zwischen Frankreich und Italien (1:1, 3:5 n.E.) annullieren lassen zu wollen. Eine Richter-Vereinigung soll die Begleitumstände prüfen, unter welchen Superstar Zinedine Zidane ausgeschlossen worden war.
Bei den Anwaltschaften von Rouen und Paris werde eine einstweilige Verfügung vorbereitet, "um den vierten Schiedsrichter und jene Person vorzuladen, welche direkt oder indirekt die Anordnung gegeben hätte, die zum Ausschluss von Zidane geführt hat". Das Verfahren würde darauf zielen, zu klären, ob der vierte Schiedsrichter Medina Cantalejo (ESP) das Vergehen erst nach Sichtung der Zeitlupe gemeldet hatte.
"Wenn der vierte Schiedsrichter auf ein illegales Mittel zurückgegriffen hat, ist die Klage darauf ausgelegt, das Spiel zu annullieren", meinte Mouhou, der angab, im "Namen mehrerer Klubs" zu handeln.
Der 34-Jährige Zidane hatte in der 110. Minute die Rote Karte gesehen, nachdem er dem italienischen Verteidiger Marco Materazzi einen Kopfstoß verpasst hatte. Unklar ist, wie weit dem vierten und fünften Mann des Schiedsrichter-Teams (Ersatz-Schiedsrichter und Ersatz-Linienrichter) TV-Konsultationen überhaupt zugänglich waren. Laut FIFA-Reglement ist der Videobeweis nicht zulässig. Cantalejo und auch FIFA-Präsident Joseph Blatter hatten allerdings erklärt, dass kein Video-Beweis herangezogen worden sei und Cantalejo die Szene direkt gesehen habe.
(apa/red)
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