Salzburg, wer sonst? "Traps" Red Bull für Bundesliga-Trainer Titelfavorit Nummer 1!
- Austria sieht sich in der Rolle des 'Bullen'-Jägers
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Am Freitag erfolgt in Ried mit dem ersten All Star-Spiel der Prolog, wenig später hebt sich dann der Vorhang zur heimischen Fußball-Aufführung namens T-Mobile-Bundesliga, Ausgabe 2006/07. Wer die Hauptrollen spielen werden, das beantworteten die Trainer in der von der APA durchgeführten Umfrage. Obwohl fünf der zehn Betreuer neu sind, heißt der große Titelfavorit wie vor einem Jahr Red Bull Salzburg.
Das Ergebnis ist auf Grund der Tätigkeiten auf dem Transfermarkt nicht überraschend. Auffallend ist jedoch, dass die "Bullen" im Vergleich mit Double-Gewinner Austria Magna wie im Sommer 2005 mit 9:6-Stimmen die Nase vorne haben. Und das, obwohl die Wiener im letzten Jahr vor dem Abschied von Mäzen Frank Stronach stark abgespeckt und die Salzburger dank Sponsor Didi Mateschitz groß aufgerüstet haben. Die "Flügel" sollen die Festspielstädter zum ersten Liga-Titel seit 1997 tragen.
Matthäus warnt vor zu großem Favoriten-Druck
Lothar Matthäus, der den Gipfelsturm gemeinsam Giovanni Trapattoni schaffen soll, kann mit dem Erwartungsdruck umgehen. "Natürlich drängen uns alle in die Favoritenrolle. Wir sind auch Favorit, aber die Austria ist Meister und hat noch immer eine gute Mannschaft", sagte der Deutsche, der aber gleichzeitig mahnend hinzufügte: "Man muss vorsichtig sein. Brasilien ist auch schon vor der WM als Weltmeister festgestanden. Diesen Fehler dürfen wir nicht machen." Der Trainer weiß aus Bayern-Erfahrung zu gut, dass alle Vereine die Partien gegen seine Startruppe als "Spiel des Jahres" sehen.
Frenkie Schinkels fühlt sich mit dem Titelverteidiger nicht als Gejagter, sondern als Jäger. "Red Bull ist der absolute Titelfavorit. Die Salzburger haben Top-Spieler geholt, sind wirklich stark und müssen, wir wollen den Titel wieder holen", sagt der Meistermacher. Die Austria wolle die Salzburger jedoch "unbedingt ärgern" und ihren Fans attraktiven Fußball bieten. Freilich sind der Titel, der Cup und die Qualifikation für die Champions League Ziele. "Der Mannschaft muss nur bewusst werden, dass sie um nichts schlechter ist als jene der vorigen Saison."
Neben Matthäus und Schinkels bekamen die Salzburger noch die Stimmen von Milan Djuricic (neu/FC Superfund Pasching), Helmut Kraft (neu/SV Josko Ried), Georg Zellhofer (Rapid), Lars Söndergaard (Liebherr GAK), Franz Lederer (SV Mattersburg), Franco Foda (neu/Puntigamer Sturm Graz) und Frantisek Straka (neu/Wacker Tirol), wobei mehr Vereine angeführt werden konnten, Duricic und Straka aber nur die "Bullen" nannten. Für Michael Streiter von Aufsteiger cashpoint SCR Altach ist die Austria hingegen einziger Favorit.
"Die Wiener haben noch immer einen tollen Kader, während die Salzburger noch keine eingespielte Mannschaften haben", begründete der Tiroler seine Wahl. Kraft, Nachfolger von Heinz Hochhauser in Ried, bezieht auch noch "vielleicht Rapid mit Abstrichen" in seinen Favoritenkreis mit ein. Für Georg Zellhofer könnten seine Rapidler und die Paschinger im Titelkampf zu "Hechten im Karpfenteich" werden." Die Grünweißen hätten nach dem "schlechten Frühjahr" einiges gutzumachen. "Das sind wir unseren Fans schuldig."
(apa/red)
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