"Der LASK greift an!": Meistertitel als oberste Devise der Linzer rund um Vastic
- Red Zac-Ligisten wollen wieder ganz oben mitspielen
- Kapitän: Verein steht wieder auf gesunder Basis
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Der komplette Spielplan der Saison 2006/2007
Der Linzer ASK, der 1965 als erster Nicht-Wiener Verein österreichischer Fußball-Meister wurde und seit 2001 in der Red Zac-Ersten Liga engagiert ist, möchte endlich wieder ganz oben mitspielen. "Wir haben einen neuen Trainer, Verstärkungen geholt und erstmals nach 20 Jahren auch einen neuen Generalsponsor gewonnen. Wir sind optimistisch, das Ziel schaffen zu können", erklärte Präsident Peter Michael Reichel am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wien und gab als Motto aus: "Der LASK greift an!"
Der Klubchef war zwar zuletzt mit den Leistungen grundsätzlich zufrieden, der Aufstieg wurde als Zweiter hinter SCR Altach aber um zwei Punkte verpasst. Trainer Karl Daxbacher, der Nachfolger von Werner Gregoritsch, sieht die Voraussetzungen gegeben, dass der Traditionsverein seine Endstation Sehnsucht diesmal erreicht. "Der Klub steht auf wirtschaftlich gesunden Beinen und der Anspruch, Meister zu werden, war auch für mich ein Beweggrund nach Linz zu gehen", sagte der von den Austria-Amateuren gekommene Betreuer.
Daxbacher, dessen neuer Arbeitgeber über ein Budget von 3,5 Mio. Euro verfügt, ist mit seinem verjüngten Athletiker-Kader zufrieden, auch wenn er zu Almedin Hota (FC Kärnten), Jürgen Panis (Nordea Admira), Mario Mijatovic (ASK Kottingbrunn) usw. noch einen Innenverteidiger haben möchte. Er denkt dabei in erster Linie an GAK-Recke Toni Ehmann. Dass das LASK-Werkl schon jetzt gut funktioniert, bewiesen die bisherigen Testspiele. U.a. wurde auch Red Bull Salzburg (2:0) besiegt.
Vastic: Müssen viel nachholen
"Ich habe von einer Dreier-Abwehr auf eine Vierer-Kette umgestellt und möchte die Offensive verbessern, so attraktiven Fußball spielen lassen, wie mit den Austria-Amateuren", meint Daxbacher. Auch Kapitän Ivica Vastic, der vor einem Jahr wie Daxbacher aus Wien-Favoriten gekommen war, sieht der LASK-Zukunft mit großer Zuversicht entgegen. "Der Verein steht auf einer gesunden Basis, wir wollen das nachholen, was wir zuletzt knapp verfehlt haben. Diesmal müssen wir schon von Beginn alles geben", so der Kapitän.
Der Vertrag des Regisseurs mit den Schwarz-Weißen läuft noch zwei Jahre, ein Comeback in der obersten Spielklasse ist also gar keine Utopie. "Ich kann meine Leistung auch noch in der T-Mobile-Liga bringen", meinte Vastic, der die Red-Zac-Liga sogar als "physisch schwieriger" einstufte. Da gehe es härter zur Sache, habe man weniger Platz, sagte Vastic, der im Testspiel in St. Florian gegen Sparta Prag wegen einer im Training erlitten Knöchelblessur fehlt und auch im Rieder All Star-Spiel nicht spielen wird.
Die wirtschaftlichen Grundstein zu einer erfolgreichen Saison hat der LASK, der sich am 23. Juli zu seinem 98. Geburtstag Bayern München als Gratulanten auf die Gugl einlud und am 1. August mit dem Heimspiel gegen FC kelag Kärnten in die Liga startet, mit dem Generalsponsor AVE gelegt. Österreichs Nummer eins der Entsorgungsbranche (zuletzt 116,7 Mio. Euro Jahresumsatz, 627 Mitarbeiter, über 2 Mio. Kunden) unterstützte die Linzer zuletzt probeweise eine Saison und wird nun für drei Jahre als Hauptpartner die Linzer begleiten.
"Der LASK hat Tradition und ist ein Markenzeichen mit Perspektiven, er ist genau der richtige Verein für uns", begründete AVE-Marketing-Chef Bernd Schützeneder das Engagement seines Unternehmens, das in Tschechien auch mit Sparta Prag und Dynamo Budweis sowie in Ungarn mit Tatabanya einen Sponsor-Vertrag geschlossen hat sowie auch schon in anderen Sportarten wie Basketball (Wels, Kaposvar) und Eishockey (Litvinov) als Partner auftritt.
(APA/red)
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