Bulle als Platzhirsch: Transfermarkt in Bundesliga wird nun von Salzburg dominiert
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Nach Jahren der Dominanz auf dem Transfermarkt ist der österreichische Fußball-Meister Austria Magna in diesem Sommer von seinem Vize Red Bull Salzburg als Groß-Einkäufer abgelöst worden. Red Bull Salzburg geht mit zwölf Neuen in die neue Saison der T-Mobile Fußball-Bundesliga. Austria Magna hingegen muss neun Abgänge bei nur vier Neuzugängen verkraften. Fünf der zehn Bundesliga-Klubs gehen mit neuen Trainern in die Saison 2006/07.
Die Transfersensationen lieferte Red Bull Salzburg. Nachdem sich der Klub von Trainer Kurt Jara trennte, wurden Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni als neues Betreuerduo präsentiert. Kroatiens Teamkapitän Niko Kovac und das Schweizer Stürmertalent Johan Vonlanthen sind die bekanntesten unter insgesamt zehn neuen Legionären. Ebenso viele Akteure sollen die Mozartstadt verlassen. Mit Alexander Manninger wurde eine Vertragsauflösung bereits erreicht, Markus Schopp, Wolfgang Mair, Markus Scharrer und Alex von Schwedler sollen noch ausgemustert werden. Fünf andere Spieler haben den Verein bereits verlassen.
Austria muss sparen
Weil sich Mäzen Frank Stronach 2007 aus Favoriten verabschiedet und schon jetzt weniger Geld fließt, muss Austria Magna den Gürtel schon für die neue Saison enger schnallen. Neun Spieler, darunter Torhüter Joey Didulica, Libor Sionko und Torschützenkönig Roland Linz, haben den Doublegewinner der Vorsaison verlassen. Dem steht die Verpflichtung der Österreicher Thomas Pichlmann, Hannes Aigner, Andreas Schicker und Gerd Wimmer gegenüber.
Mit Ausnahme von Superfund Pasching (zehn Zugänge) haben die anderen Bundesliga-Klubs eine (fast) ausgeglichene Transferbilanz zu verzeichnen. Rekordmeister Rapid Wien agierte am Transfermarkt zurückhaltend, holte sieben Neue ohne klingende Namen. Viel soll sich in Hütteldorf auch nicht mehr tun. Beim GAK mussten neun Spieler den Klub verlassen, acht kamen hinzu. Am wenigsten getan hat sich bei Sturm Graz. Lediglich Mark Prettenthaler aus Kapfenberg ist zur Truppe von Neo-Trainer Franco Foda gestoßen.
Auch auf dem Trainersektor tat sich einiges. Mit dem deutsch-italienischen Duo Matthäus/Trapattoni (Salzburg), dem deutschen Franco Foda (Sturm), dem Tschechen Frantisek Straka (Wacker Tirol) und dem Kroaten Milan Djuricic (Pasching) bauen die Klubs großteils auf Legionäre auf der Bank. Lediglich die SV Ried holte mit Helmut Kraft einen Österreicher als neuen Trainer. Damit trainieren insgesamt sechs ausländische und vier heimische Trainer in der höchsten österreichischen Spielklasse.
(apa/red)
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