Sonntag, 16. Juli 2006

"Akzeptable Grundlage für Verhandlungen":
Iran lenkt im Atomstreit mit dem Westen ein

  • Streit war vor kurzem an UN-Sicherheitsrat gegangen

Der Iran hat das internationale Kompromisspaket zur Beilegung des Atomstreits als akzeptable Grundlage für Verhandlungen bezeichnet. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Reza Assefi, verlangte am Sonntag darüber hinaus neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Er forderte die G-8-Staaten auf, den Weg des Dialogs zu beschreiten. Der Weg des Extremismus und der Drohungen sei der falsche, sagte Assefi weiter.

"Der Dialog ist der richtige Weg", sagte Hamid Reza Assefi in Teheran. "Wir können auf diesem Weg akzeptable Ergebnisse erzielen. Der Weg des Extremismus und der Drohungen ist nicht akzeptabel. Er wird nicht funktionieren." Er forderte die in Sankt Petersburg tagenden G-8-Staaten zu neuen Gesprächen auf.

Die Initiatoren des jüngsten Kompromissangebots an Teheran hatten am Mittwoch entschieden, dass sich der UNO-Sicherheitsrat wieder mit dem Atomstreit befassen soll. Zur Begründung hieß es, die iranische Regierung habe keine Signale gesandt, dass sie sich ernsthaft mit den Vorschlägen befassen wolle. Assefi bezeichnete diesen Schritt am Sonntag als falsch, da so der Dialog behindert werde.
(apa/red)

16.7.2006 11:03