Erster G-8-Gipfel in Russland: Festliches Abendessen zum Auftakt der Gespräche
- Heute Beratung zu Nahost, Iran, Nordkorea & Energie
- Eigentliche Arbeitssitzungen beginnen erst Sonntag
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Internationale Militärs sollen Libanon-Krise lösen
·USA verwehren Russen WTO-Beitritt
Bilaterales Abkommen der Länder kommt nicht
·Gorbatschow: USA und Russland vor Krise
"Wir haben nie einen Krieg gegen sie verloren"
Die Mächtigen der Welt sind zu Gast in Russland: Mit einem festlichen Essen der Staats- und Regierungschefs sowie ihrer Ehepartner hat Samstag Abend der G-8-Gipfel in St. Petersburg begonnen, ehe heute die inhaltlichen Gespräche starten. Das Treffen der sieben wichtigen Industrienationen und Russlands wird erstmals von der russischen Regierung ausgerichtet. Zum Diner geladen war außerdem EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Der Gipfel dauert bis Montag.
Schwerpunkt soll das Thema Energiesicherheit sein, angesichts der aktuellen Entwicklungen will die russische Präsidentschaft aber auch über die Krise im Nahen Osten, besonders die offenen Brandherde im Gaza-Streifen und im Libanon. Auch auf die zugespitzten Krisen um die Atomprogramme des Irans und Nordkoreas versucht die Gipfelrunde, geschlossen zu antworten.
Zur G-8 gehören außer Russland die USA, Japan und Kanada sowie Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Am Montag wollten die wirtschaftlich aufstrebenden Nationen China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika zur Gipfelrunde stoßen.
Putin unterstützt mögliche Aufnahme neuer Länder in G-8
Putin hat sich offen für die Aufnahme neuer Länder in die Runde gezeigt. Insbesondere die Erweiterung der G-8 um Indien, China und Brasilien könne sinnvoll sein, sagte Putin am Rande des G-8-Gipfels. Die wirtschaftlichen Probleme der heutigen Zeit könnten nicht ohne diese Länder gelöst werden. Putin fügte aber hinzu, es sei nicht an Russland, dass das jüngste G-8-Mitglied sei, nun eine solche Initiative zu starten.
Der russische Präsident reagierte damit auf einen Vorstoß des britischen Premiers Tony Blair, der vor wenigen Tagen in einem Interview die Erweiterung der G-8 auf eine Runde von 13 Ländern vorgeschlagen hatte. Er nannte als Kandidatenländer neben Indien, China und Brasilien auch Mexiko und Südafrika. Deutschland sieht solche Pläne allerdings kritisch. Das Thema Erweiterung werde in St. Petersburg keine Rolle spielen, hatte es in Berliner Regierungskreisen im Vorfeld des Gipfels geheißen. Die Argumente von Blair seien in diesem Punkt nicht überzeugend. Bisher bilden Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan, Russland und USA die G-8.
(apa/red)
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