Gewaltwelle erschüttert Washington D. C.: Im Juli bereits 14 Morde in Hauptstadt verübt
- Zuletzt Brite im Nobelviertel Georgetown ermordet
- Seit Jahresanfang kamen bereits 95 Menschen um
Die US-Hauptstadt Washington DC wird von einer Gewaltwelle überrollt. Alleine im Juli wurden bisher 14 Morde verübt. Polizeichef Charles H. Ramsey habe daher den Kriminalitäts-Notstand ausgerufen, berichtet die "Washington Post" (Mittwochausgabe). Dadurch können Polizeibeamte schneller entsandt werden und Urlaub und Freizeit eingeschränkt werden.
Seit Jahresanfang kamen in Washington DC bereits 95 Menschen gewaltsam ums Leben. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2005 hat es in Wien 26 Morde gegeben.
Auch im Nobelviertel Georgetown wurde einer der Morde verübt: Ein junger Brite, der als Politikberater in Washington arbeitete, wurde in der Nacht auf Sonntag beim Heimkommen getötet. Eine Gruppe junger Angreifer hatte versucht, seine Begleiterin zu vergewaltigen, als er ihr zu Hilfe kommen wollte wurde ihm die Kehle durchgeschnitten. Die Täter flüchteten mit der Handtasche der Angegriffenen. Die Verdächtigen wurden kurz darauf verhaftet.
Im Zusammenhang mit dem Mord in Georgetown kam es zu einem Eklat, als ein Polizist die Bevölkerung aufforderte ungewöhnliche Umstände zu melden. So sei der Aufenthalt einiger schwarzer Jugendlicher in Georgetown zu nächtlicher Stunde ungewöhnlich gewesen. Das Nobelviertel Georgetown wird fast ausschließlich von Weißen bewohnt. Die mutmaßlichen Mörder des Briten sind Schwarze. Nach Protesten wegen dieser Aussage wurde der Polizist vom Polizeichef versetzt, gegen ihn wurde eine Untersuchung eingeleitet.
(apa)
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