Vatikan schreibt schwarze Zahlen: Papst
darf sich über Rekordüberschuss freuen
- Plus 9,7 Mio. : Bestes Resultat der letzten acht Jahre
- 2003 hatte es noch Defizit von 9,6 Millionen gegeben
Der Vatikan schreibt zum zweiten Jahr in Folge schwarze Zahlen. Der Vatikan meldete ein positives Ergebnis von 9,7 Millionen Euro, 6,6 Millionen besser als im Jahr 2004. "Es handelt sich um das beste Resultat der letzten acht Jahre", so der für die Konten verantwortliche Kurienkardinal Sergio Sebastiani. Noch im Jahr 2003 hatte es ein Defizit in Höhe von 9,6 Millionen Euro gegeben.
2005 meldete der Heilige Stuhl Einnahmen von 73 Millionen Euro (2004 waren es noch 73,9 Millionen Euro gewesen). Das Rekordergebnis ist auf positive finanziellen Aktivitäten zurückzuführen, die den vatikanischen Kassen 43,3 Millionen Euro beschert haben, berichtete Sebastiani. 2004 waren es nur 6,1 Millionen Euro gewesen. Dank Fluktuationen auf den Währungsmärkten konnte der Vatikan 2005 21,7 Millionen Euro eintreiben. An Dividenden kassierte der Vatikan 2005 19,1 Millionen Euro. Die Ausgaben kletterten von 101,6 Millionen auf 121,3 Millionen Euro. "Dieses Wachstum ist vor allem den Personalkosten zuzuschreiben", erklärte Sebastiani.
Auch die Ausgaben für die Instandhaltung der Vatikan-Immobilien stiegen von vier Millionen auf 10,5 Millionen Euro. Immobilien bescherten dem Vatikan Einnahmen von 22,2 Millionen Euro. 2004 waren es noch 24,9 Millionen Euro gewesen. Auch die päpstlichen Repräsentanzausgaben kletterten von 18,3 Millionen auf 19,6 Millionen Euro.
Der Löwenanteil der Ausgaben des Staates der Vatikanstadt entfällt alljährlich auf die Führung der Organisation Weltkirche. Immerhin werden von Rom aus mehr als eine Milliarde Katholiken auf dem Planeten geleitet.
Vatikan veröffentlicht Etappen der Bayern-Reise
München, Altötting und Regensburg sind die drei Städte, die der Papst bei seiner Reise in Bayern von 9. bis 14. September besuchen wird. Der Vatikan veröffentlichte am Mittwoch die Etappen der Reise des Papstes, die zweite nach Deutschland seit Beginn seines Pontifikats im April 2005. Erste Etappe der Reise ist München, wo der Papst vom 9. bis 11. September bleiben wird. In diesen Tagen wird er den Wallfahrtsort Altötting sowie Marktl am Inn besuchen, wo er zur Welt gekommen ist.
Am 12. September fährt der Papst nach Regensburg weiter, wo sein Bruder Georg lebt. Am 14. September reist der Heilige Vater nach Freising und kehrt dann nach München zurück. Von dort aus wird er in den Vatikan zurückfliegen, teilte der Heilige Stuhl mit. Während in München, Altötting und Regensburg Gottesdienste im Freien geplant sind, will Benedikt XVI. Marktl und Freising nur Kurzbesuche abstatten.
Nach den Worten des Passauer Bischof Wilhelm Schraml wird Joseph Ratzinger in Marktl die Pfarrkirche St. Oswald besuchen. Dort war er noch in der Nacht nach seiner Geburt, dem 16. April 1927, getauft worden. "Wir sehen es als außerordentliche persönliche Geste an, dass Papst Benedikt XVI. diesen privaten Kurzbesuch in das ohnehin dichte Reiseprogramm aufgenommen hat", meinte der Passauer Bischof.
(apa/red)
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