Mittwoch, 12. Juli 2006

Angst vor neuer Katastrophe: Entgleisung
von U-Bahnzug löst in Chicago Panik aus

  • 120 Passagiere mit leichten Verletzungen in Spitälern
  • "Konnte nicht mehr sehen als einige Füße vor sich"

In Chicago ist während des Berufsverkehrs eine U-Bahngarnitur entgleist und in Brand geraten. Hunderte Menschen wurden aus dem in einem Tunnel feststeckenden Zug evakuiert. Rund 120 Menschen wurden mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Die hinteren beiden Räder der U-Bahn mit acht Waggons seien entgleist, sagte der Chef der Verkehrsbehörde von Chicago, Frank Kruesi, vor Journalisten. Unter dem Waggen sei Feuer ausgebrochen; im Tunnel habe sich dichter Rauch ausgebreitet. Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht.

Unklar sei noch, ob das Feuer unter dem Waggon die Entgleisung auslöste oder ob die Entgleisung den Brand verursachte, sagte Kruesi. Der Leiter des städtischen Katastrophenschutzes, Kevin Smith, sagte, es gebe keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Die meisten Verletzten litten unter Rauchvergiftungen. Die Passagiere waren von Rettungskräften durch den verqualmten Tunnel zu einem Notausgang geführt worden.

Fahrgäste berichteten von der Panik, die während der Evakuierung im Tunnel herrschte. "Die Menschen schrien und weinten", sagte Christopher Smith, der während der Entgleisung an der U-Bahn-Tür lehnte. "Man konnte nicht mehr sehen als einige Füße vor sich."

(apa/red)

12.7.2006 08:41