Historisches Treffen: Staatschefs der Republiken Ex-Jugoslawiens in Podgorica
- Präsidenten von Kroatien, Serbien und Slowenien
·Die wichtigsten
Daten Montenegros
621.000 Einwohner, 300 Euro Durchschnittslohn
·Entwicklungen im Kosovo seit 1981
Provinz kommt seit über 20 Jahren nicht zur Ruhe
Zu den Unabhängigkeitsfeiern in Montenegro sind erstmals seit den Balkan-Kriegen mehrere Staatschefs früherer jugoslawischer Teilrepubliken zusammengekommen. Kroatiens Präsident Stjepan (Stipe) Mesic, der am Mittwoch als erster von ihnen in Montenegros Hauptstadt Podgorica eintraf, unterzeichnete mit seinem montenegrinischen Kollegen und Gastgeber Filip Vujanovic eine Nachbarschaftserklärung, um die gespannten Beziehungen der beiden Länder nach den Kriegen der 90er Jahre zu verbessern.
Montenegro und Kroatien hätten nicht nur "eine lange gemeinsame Geschichte", sagte der kroatische Präsident, sondern künftig auch das gleiche strategische Ziel: "die Eingliederung in die Europäische Union."
Dies sagte auch Montenegros Staatschef Vujanovic. "Wir haben mehrfach unser Bedauern und unsere Entschuldigung für all das ausgedrückt, was während des Kroatien-Krieges geschehen ist." Beide Länder hätten nun "gemeinsame strategische Interessen", nämlich die Aufnahme und Eingliederung in die EU. Vujanovic wollte im Laufe des Tages auch seine Kollegen aus Slowenien und Serbien treffen, Janez Drnovsek und Boris Tadic. Abgesagt hatten die Präsidenten von Mazedonien und Bosnien, Branko Crvenkovski und Sulejman Tihic.
Zu der offiziellen Unabhängigkeitsfeier von Montenegro am Donnerstag wurden auch Vertreter etlicher Länder erwartet, die den jungen Staat bereits anerkannt haben, darunter auch aus mehreren Ländern der EU, aus den Vereinigten Staaten sowie aus China und Russland.
Montenegro hatte sich am 3. Juni unabhängig erklärt, nachdem die Bevölkerung sich in einem Volksentscheid im Mai dafür ausgesprochen hatte, den Staatenbund mit Serbien zu lösen. Der Staatenbund Serbien und Montenegro war Nachfolger der zerfallenen Bundesrepublik Jugoslawien.
(apa)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
