'An vielen Stellen gemeinsame Interessen':
Merkel zieht positive Bilanz der Bush-Visite
- US-Präsident feierte zünftigen Grillabend in Stralsund
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Erhalten nun Schutz der Genfer Konventionen
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine positive Bilanz des Besuchs von US-Präsident George W. Bush gezogen. "Das Erfreuliche ist, dass wir an vielen Stellen gemeinsame Interessen haben", sagte sie mit Blick auf die außenpolitische Unterredung mit Bush. Als Themen nannte sie den Iran, den Nahen Osten, Nordkorea und das Verhältnis zu China.
Es sei darum gegangen, auf diesen Feldern "das gemeinsame Interesse herauszufiltern und um sich besser kennen zu lernen: Wo komme ich her, was sind meine Beweggründe? Das ist eigentlich der Sinn eines solchen Besuchs." Zudem sei es ihr Anliegen gewesen, Bush die Lebensläufe von Ostdeutschen näher zu bringen. Der US-Präsident habe sich dafür interessiert und viele Fragen gestellt. "Die Leute konnten erzählen. Das war die Atmosphäre, die ich schaffen wollte. Und ich glaube, das ist auch gelungen."
Merkel hatte in Trinwillershagen nahe Stralsund mit Bush und ausgewählten Gästen der Region ein Grillfest gefeiert. Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff, der vor einem Landtagswahlkampf steht, hatte eine Einladung ausgeschlagen. Zur Begründung sagte er, dass er zu spät eingeladen worden sei. Zum Auftakt seines Besuchs hatte die Kanzlerin Bush in Stralsund empfangen.
In ihrer Haltung zum Iran traten Merkel und Bush geschlossen auf. Beide warnten das Land davor, im Atomstreit auf Zeit zu spielen. Bush und Merkel kritisierten, dass die Führung des Iran noch immer nicht auf das neue Verhandlungsangebot der internationalen Staatengemeinschaft reagiert habe. "Ich glaube, dass sie uns aussitzen wollen", sagte Bush. Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Außenpolitik der USA, insbesondere das Vorgehen im Irak.
(apa/red)
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