Blutige Bilanz nach Terrorserie in Indien:
190 Tote bei Bombenanschlägen auf Züge
- Sieben Explosionen erschütterten Metropole Bombay
- Kaschmir-Extremisten als Täter? PLUS: BILDER!
·BILDER: Explosionen in Zügen in Bombay
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·Grafik: Explosionen erschüttern Bombay
Hier gingen die insgesamt
sieben Bomben hoch
·Stichwort Bombay: Größte Stadt Indiens
Wurde in den 90er Jahren
in Mumbai umbenannt
·Immer wieder Zug- Anschläge in Bombay
Bereits drei Attentate auf Bahn der Finanzmetropole
·Terroranschläge nach dem 11. 9. 2001
KLICKEN: Hier schlugen die Terroristen seither zu

Nach der Anschlagserie in der westindischen Finanzmetropole Bombay (Mumbai) läuft die Suche nach den Hintermännern auf Hochtouren. In Bombay waren bei der Explosion von sieben Bomben in voll besetzten Vorortzügen und auf Bahnhöfen während des abendlichen Berufsverkehrs mehr als 190 Menschen getötet und 625 verletzt worden. Für die Hauptstadt Neu-Delhi und andere große Städte wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.
Das indische Innenministerium prüft, ob es einen Zusammenhang mit Anschlägen im indischen Teil Kaschmirs gibt. Kurz vorher war es zu einer Anschlagserie in Kaschmir gekommen, die die Polizei der von Pakistan aus operierenden muslimischen Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba anlastete.
In Anrufen bei indischen Medien dementierte ein angeblicher Sprecher von Lashkar-e-Toiba eine Beteiligung der Gruppe an den Anschlägen. Sicherheitsexperten hielten das Dementi nicht für glaubwürdig. Lashkar-e-Toiba verübt immer wieder schwere Anschläge in Indien. Premierminister Singh versicherte, die Regierung werde alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um die Verantwortlichen zu bestrafen.
Keine Österreicher unter den Opfern
Mehr als sechs Millionen Pendler fahren täglich mit den Vorortzügen Bombays. Es handelt sich um die schwerste Anschlagserie in der 14-Millionen-Metropole seit 1993. Österreicher dürften laut ersten Erkenntnissen nicht unter den Opfern sein.
Die Regierung des früheren indischen Erzfeindes Pakistan verurteilte die Bombenserie. Indien wirft Pakistan immer wieder vor, trotz laufender Friedensverhandlungen muslimische Extremisten zu unterstützen.
US-Präsident Bush sagte, "solche Taten stärken nur die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft, sich vereint gegen den Terrorismus zu stellen". Der britische Premierminister Blair sprach von einem "brutalen, beschämenden Akt".
(apa/red)
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