Montag, 10. Juli 2006

Autobomben in Bagdader Schiiten-Viertel explodiert: Wieder gibt es zahlreiche Opfer

  • Mindestens sieben Tote. PLUS: Explosion in Kirkuk

Die Spirale der religiös motivierten Gewalt im Irak dreht sich weiter. Bei zwei Autobombenanschlägen in Bagdad wurden nach Polizeiangaben mindestens sieben Zivilisten getötet. 17 weitere Personen durch die Explosionen verletzt, die sich nahezu gleichzeitig in einem schiitischen Viertel der Stadt ereigneten. Anderen Angaben zufolge gab es sogar drei Explosionen mit acht Toten und 28 Verletzten.

In der nordirakischen Stadt Kirkuk explodierte eine Bombe in einem Kleinbus. Dabei starb ein Zivilist, sieben weitere wurden verletzt. In der Nähe der Stadt wurden am Sonntagabend bei einem Anschlag auf einen Kontrollposten drei irakische Soldaten getötet worden, wie die Polizei mitteilte.

In dem Kreis aus Gewalt und Gegengewalt zwischen Anhängern von Schiiten und Sunniten treibt der Irak weiter auf einen Bürgerkrieg zu. Die Spannungen zwischen beiden Gruppen im Land haben sich in den vergangenen Monaten drastisch verschärft.

(apa)

10.7.2006 08:50