"Sehr geschätzter" Bundespräsident: Heinz Fischer bleibt Sympathieträger Nummer eins
- Aktuelle Umfrage: Regierung schneidet schlecht ab
- Opposition sogar Schlusslicht unter den Institutionen
Bundespräsident Heinz Fischer bleibt Sympathieträger Nr. 1 im Land. Das "Focus Institut" untersuchte in seiner jüngsten Umfrage die Zufriedenheit der Österreicher mit den öffentlichen Institutionen, wenig überraschendes Ergebnis: 74 Prozent der Österreicher bauen auf die Hofburg. Weit Abgeschlagen und fast gleichauf liegen Bundesregierung und Opposition, sie liegen noch hinter den Landesregierungen und den Bürgermeistern.
Schärfster Konkurrent Fischers in exakt zwei Jahren Amtszeit: Er selbst. So konnte er von 65 Prozent im vergleich zu 2005 um neun Prozentpunkte zulegen. Ihm folgen schon Österreichs - ebenfalls direkt gewählte - Bürgermeister. Sie konnten im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zulegen, 56 Prozent der 750 befragten Österreicher stellten ihnen in diesem Jahr ein gutes Zeugnis aus. Besonders in Kleingemeinden bis 2.000 Einwohner erreichten die Bürgermeister eine Durchschnittbeliebtheit von knapp 70 Prozent, je größer die Kommune, umso distanzierter die Bevölkerung.
Kein gutes Zeugnis für Regierung und Opposition
Nur wenig Beliebtheit erfreuen sich die jeweiligen Landesregierungen: Ihnen vertrauen 37 Prozent der Österreicher, immerhin zwei Prozent mehr als in beiden vergangenen Jahren. Aber auch die negativen Stimmen sind im Vergleich zu 2005 weniger geworden, sie sanken von 28 auf 24 Prozent.
Eine statistische Achterbahnfahrt in Sachen Sympathie hat die Bundesregierung hinter sich. Nach einem großen Beliebtheitssprung von 15 auf 23 Prozent in den beiden Vorjahren liegt sie 2005 bei 21 Prozent. 40 Prozent gaben in diesem Jahr ein negatives Urteil ab, die aber auch zurückgegangen sind, 2005 waren es noch 45 Prozent. Einen schweren Stand hat die Koalition bei den 30 bis 39-Jährigen, nur neun Prozent von ihnen sind Schwarz-Orange positiv gesinnt.
Schlechter geht es nur noch der Opposition, sie ist mit 20 Prozent Beliebtheit Schlusslicht unter den Institutionen - und verlor sogar noch einen Prozent. Ein weiteres Ergebnis: Je höher der Bildungsgrad der Befragten, desto kritischer wird die Arbeit bewertet. So sind nur 13 Prozent der Akademiker von der Arbeit der Opposition überzeugt.
Ausgeglichen ist die allgemeine Zufriedenheit der Österreicher mit den öffentlichen Institutionen im so genannten Life-Balance-Monitor des "Focus Institut": Die Mehrheit von 42 Prozent zeigte sich "sehr zufrieden", als "zufrieden" bezeichnete sich 33 Prozent. Der Rest von 25 Prozent kann gar nichts mit der Arbeit dieser Einrichtungen anfangen.
(apa/red)
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