Salmonellenfälle in der Steiermark: Zwei Pensionisten in Altersheim verstorben
- Voitsberg: Besonders aggressive Art der Keime
In der Steiermark sind Fälle von Salmonellenerkrankungen aufgetreten: Vor zwei Wochen wurden zwei Männer aus einem Pensionistenheim in St. Johann ab Hohenburg mit Verdacht auf Salmonellen in das LKH Voitsberg eingeliefert. Sie verstarben am nächsten bzw. übernächsten Tag. In den folgenden Tagen wurden weitere Patienten mit Verdacht auf Salmonellenerkrankung ins Spital gebracht. Daraufhin wurde die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet, deren Fachleute nun ermitteln sollen wie es zu der Infektion kommen konnte.
Die beiden Pensionisten, 84- und 75-jährig, wurden am 26. Juni mit Darmverschluss, Durchfall und Kreislaufversagen eingeliefert. Da sie schon "älter und schwach" waren, starben sie kurz darauf im Krankenhaus, so Wolfgang Schnellegger, medizinischer Leiter des LKH Voitsberg.
Es konnte bisher aber nur bei einem der Männer eine Salmonellenerkrankung festgestellt werden, da bei dem anderen Pensionisten keine Stuhlprobe untersucht wurde. Trotzdem nimmt man an, dass auch er an Salmonellen gestorben ist.
Bei genaueren Untersuchungen fand man heraus, dass es sich um "eine besonders aggressive Art von Salmonellen handelt", so Schnellnegger. Weiters erklärte der Mediziner, dass die Behörde feststellte, dass sich die Salmonellen auf den Eierschalen befunden haben und so eine höhere Ansteckungsgefahr bestanden habe. Der Arzt beruhigte aber: "An sich sind Salmonellen keine tödliche Infektion."
Weitere Fälle gab es zuletzt auch im Burgenland und in Kärnten, so Schnellnegger, der rät, dass vor allem älteren Menschen bei Durchfall oder Darmverschluss sofort einen Arzt aufsuchen sollten.
(apa/red)
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