Rätselhafte Schussverletzung: 13-Jährige
hatte Projektil in der Brust nicht bemerkt
- OÖ: Stundenlang mit Verletzung herumspaziert
- Keine Lebensgefahr: Vom Schützen fehlt jede Spur
Eine rätselhafte Schussverletzung einer 13-jähriger Schülerin beschäftigt die Polizei in Offenhausen in Oberösterreich. Das Mädchen hatte offenbar nicht bemerkt, dass es getroffen worden war, und lief stundenlang mit einer Kugel in der Brust herum. Vom Schützen fehlt vorerst jede Spur.
Ermittler halten einen Querschläger für wahrscheinlich. Das Geschoss dürfte von einem harten Gegenstand abgeprallt sein, bevor es das Mädchen traf.
Das Mädchen hatte zunächst erzählt, mit einer Freundin auf dem Moped unterwegs gewesen zu sein und plötzlich ein Brennen an der Schulter gespürt zu haben. Sie habe sich aber nichts dabei gedacht und deshalb auch ihren Eltern nichts erzählt, sagte die Schülerin. In der Nacht bekam sie jedoch Schmerzen und musste ins Krankenhaus. Dort erkannten die Ärzte, dass es sich um eine Schussverletzung handelt.
Anfängliche Zweifel an den Aussagen des Mädchens bestätigten sich nur in einem Punkt: Statt mit einer Freundin war die Schülerin mit einem Burschen unterwegs gewesen. Da sie das offenbar vor ihren Eltern verheimlichen wollte, dürfte sie auch die Verletzung etwas heruntergespielt haben, so die Kriminalisten.
Die Polizei hat bereits umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, von dem Schützen fehlt aber vorerst noch jede Spur. Der Freund des Mädchens steht nicht unter Verdacht.
(apa/red)
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