Heftige Unwetter in Oberösterreich:
Feuerwehr stand erneut im Großeinsatz
- Zahlreiche überflutete Keller und gesperrte Straßen
- Plus: 14 Wanderer wurden von Mure eingeschlossen
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Heftige Unwetter haben Oberösterreich heimgesucht. Vor allem in der Zeit bis Mitternacht standen die Feuerwehren am Sonntag im Großeinsatz. 500 Mann rückten insgesamt rund 70 Mal aus. Über das ganze Land verteilt traten Bäche über die Ufer, wurden Keller überflutet und Straßen kurzfristig unpassierbar. Im Salzkammergut wurden 14 Wanderer von einer Mure eingeschlossen. Sie mussten von der Bergrettung befreit werden.
Im Bezirk Gmunden ging am späten Sonntagnachmittag im so genannten Gangsteingraben in etwa 600 Metern Seehöhe eine Mure ab. Zwei Meter hohe Geröll- und Schlammberge machten den Wanderweg zur Koppenbrüllerhöhle im Gemeindegebiet von Obertraun unpassierbar. 14 Wanderer, die sich gerade am Rückweg von der Höhle befanden, konnten nicht mehr weiter. Neun Mann der Bergrettung sicherten den vermurten Bereich mit Seilen und halfen den Eingeschlossenen beim Überqueren der Mure.
In Bad Ischl (Bezirk Gmunden) regnete es am Abend so stark, dass die Wassermassen nicht mehr abfließen konnten. Straßen wurden überflutet. In ein Einfamilienhaus schlug der Blitz ein und beschädigte den Kamin und Elektrogeräte, in einer Herz-Kreislauf-Klinik löste das Gewitter einen Fehlalarm aus.
Die Westautobahn (A1) war am Sonntagabend im Bezirk Vöcklabruck zwischen St. Georgen und Mondsee kurzzeitig total gesperrt. Auch einige Landesstraßen und die Attersee-Bundesstraße (B151) waren vorübergehend unpassierbar.
Die Unwetter traten punktuell auf, waren aber dafür umso heftiger. Die Einsätze waren über das ganze Bundesland verteilt, hieß es beim Landesfeuerwehrkommando. Am stärksten betroffen dürften das südliche Salzkammergut gewesen sein. In Unterach am Attersee drang ein Bach in mehrere Häuser ein, auch in Oberwang und in Mondsee (alle Bezirk Vöcklabruck) sowie in Braunau wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen, um Unwetterschäden zu beseitigen.
(apa/red)
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