Freitag, 28. Juli 2006

Granatäpfel helfen bei Prostatakrebs: Glas Saft pro Tag vermindert Tumorwachstum

  • 'Frucht-Therapie' schlug bei 80 % der Teilnehmer an
  • Worauf positive Wirkung beruht, bisher noch unklar

Prostatakrebs-Patienten können offenbar ihren PSA-Wert wesentlich länger stabil halten, wenn sie täglich ein Glas Granatapfel-Saft trinken. In einer kalifornischen Studie verlängerte das Getränk den Zeitraum, in dem sich der Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) verdoppelte, fast um das Vierfache, von 15 auf 54 Monate.

Der PSA-Wert gilt als Indikator für einen Prostatatumor. Der Zeitraum für die Verdoppelung des Wertes kann auf ein Fortschreiten der Erkrankung hinweisen. Je kürzer der Zeitraum ist, desto schlechter die Prognose für den Patienten. Während die durchschnittliche Verdoppelungszeit der Patienten bei etwa 15 Monaten lag, verlängerte in der Studie der tägliche Konsum von einem Glas Granatapfel-Saft die Spanne auf 54 Monate, wie die Zeitschrift "Clinical Cancer Research" berichtet.

Dies sei zwar keine Heilung, der Saft habe aber offenbar großen Einfluss auf das Tumorwachstum, betont Studienleiter Allan Pantuck von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Das Getränk schlug demnach bei über 80 Prozent der 50 Teilnehmer an. Worauf diese Wirkung beruht, ist bislang nicht geklärt. (APA/red)

28.7.2006 09:45