Studie warnt vor Hautkrebs durch Solarien: EU fordert jetzt Obergrenze für UV-Strahlung
- Jugendliche und Hellhäutige sind besonders gefährdet
- Sollten auf Bräunungsgeräte vollständig verzichten

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Solarien, Bräunungslampen und andere UV-Strahlungsgeräte erhöhen nach Meinung von EU-Experten das Risiko einer Hautkrebserkrankung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie eines wissenschaftlichen Fachausschusses der EU-Kommission.
Der für Industriepolitik zuständige EU-Kommissar Günter Verheugen rief die EU-Staaten und die Hersteller dazu auf, "Sonnenbänke mit geeigneten Warnhinweisen und Bedienungsanleitungen zu versehen, um damit das entsprechende Hautkrebsrisiko zu verringern".
Jugendliche und Hellhäutige besonders gefährdet
Die EU-Wissenschafter empfehlen vor allem Menschen, die leicht einen Sonnenbrand bekommen und viele Muttermale oder Sommersprossen haben sowie Jugendlichen unter 18 Jahren, auf Bräunungsgeräte und Solarienbesuche vollständig zu verzichten. "Wir müssen rasch handeln, um die Öffentlichkeit über die mit Sonnenbänken verbundenen Risiken aufzuklären", erklärte Gesundheitskommissar Markos Kyprianou.
Obergrenzen für UV-Strahlung gefordert
Ein Sprecher von Kyprianou sagte, schätzungsweise 100 Personen würden jährlich in Großbritannien an den Folgen der UV-Strahlung von Bräunungslampen sterben. Die EU wolle neben Warnhinweisen auch Obergrenzen für die UV-Strahlung in diesen Geräten festsetzen, ergänzte ein Sprecher Verheugens. Dies soll gemeinsam mit den Normungsgremien der jeweiligen EU-Staaten erfolgen. Mangelns fehlender Schwellenwerte könnten die Anwender von Bräunungsgeräten heute noch regelrecht mit UV-Strahlen "gegrillt" werden werden, sagte der Kommissionssprecher. Die endgültige Entscheidung liege aber bei den Mitgliedstaaten. (APA/red)
