Noch nie waren so viele Arbeitsstellen frei: 172.700 offene Posten bei AMS verzeichnet
- Dem gegenüber stehen aber 427.400 Jobsuchende
- Große Nachfrage bei Dienstleistungen und Tourismus
·Zeitarbeit Alternative
zur Arbeitslosigkeit
80 Prozent sehen darin eine attraktive Lösung
Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen zieht in fast allen Branchen an. Alle Bundesländer hätten von den Zuwächsen profitieren können. Für das erste Halbjahr 2006 wurde ein neuer Höchststand von 172.700 freien Stellen verzeichnet, 11 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2005. Die beim AMS gemeldeten Jobsuchenden für den selben Zeitraum waren insgesamt 427.400 Personen (2005: 418.400).
16.700 (+11 Prozent) mehr freie Stellen standen im Halbjahr 2006 rund 9.000 Menschen mehr (+2,2 Prozent) gegenüber, die in Österreich zusätzlich am AMS-Stellenmarkt auf Jobsuche waren. Seit 1997 ist nach Angaben des staatlichen Arbeitsplatzvermittlers die Zahl der gemeldeten freien Stellen um 52 Prozent angewachsen.
Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen habe sich durch alle Branchen und alle Bundesländer gezogen, hieß es. Die meisten Stellenangebote gingen für unternehmensbezogene Dienstleistungen beim AMS ein. Dort wurden im ersten Halbjahr insgesamt 48.000 Jobs zu Besetzung gemeldet. Mit insgesamt 35.800 freier Stellen meldete auch der Tourismus eine kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften an. Im Handel standen rund 21.900 freie Arbeitsplätze zur Verfügung.
Den relativ stärksten Stellenzugang im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichneten Vorarlberg (+28,4 Prozent), die Steiermark (+18,9 Prozent), Tirol (+17,2 Prozent) und das Burgenland (+ 13,5 Prozent). Schlusslicht ist Wien mit einem nur 2,1-prozentigen Zuwachs. (apa)
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